Sambesi

Die CD „Sambesi“ bietet wie immer witzige, lebenslustige und zornige Songs voller Widersprüchlichkeiten aus der fränkischen Wildnis, die irgendwo zwischen der fränkischen Schweiz und der Mongolei liegt, und die von Sambesi, Aisch und Ganges durchströmt wird.

Wolfgang Buck erzählt von Wirtshäusern, in denen die Schnitzel über den Rand hängen, von nützlichen Affen, die sich im Namen der moralischen Wende das Rückgrat herausstanzen zu lassen, von städtischen Kolonialherren, die am Wochenende in die Dörfer der Eingeborenen einfallen, von einem traurigen Schmetterling namens Bulimarie und von der herben Schönheit Frankens mit Nieseregen, verschlossenen Wirtshaustüren und Prozessionen, bei denen der Rosenkranz aus dem Megafon staubt. Vom Weiher herüber quaken die Frösche, die Zucchini im Garten erinnern in ihrer runden Formenpracht an die pralle fränkische Weiblichkeit, und am Computer fiebern in real-time traurige Gestalten mit zittrigen Fingern den Aktienkursen hinterher.

Das Leben am fränkischen Sambesi spielt sich bei absurden Stammtischgesprächen („Do dud si ja eh nix“), auf der Arbeit („ohne mei ärbert, iech glaab, iech sterbert“), beim Doktor („Haubdsach xund“) und im Stadion des 1.FCN („Godd is a Glubberer“) ab.

Zum Glück läßt Wolfgang Buck sich auch diesmal nicht auf schulterklopfende Vereinnahmungsversuche ein („Sing amol a Lied fier unser Feierwehrjubiläum“), sondern er sagt trotzig „moochned“ und macht sich weiterhin seinen eigenen Reim auf seine fremde Heimat.

Titel

Echdzeit
Nix Neis
Xund
ärbern
Allmächd a Stooder
Sambesi
Kemmernubraung
Moochned
Rutsch mier in Buckl roo
Andi wink amol
Zucchini
Bulimarie
Wenns nach mier gehd
Die Fresch vom Weiher rieber

Für der den strömenden und pulsierenden Sambesi-Sound sorgt die Wolfgang Buck Band:

Wolfgang Buck – Gesang und Gitarre
Steff Hänisch – Schlagzeug
Felix Lauschus – Trompete, Flügelhorn, Gesang, Percussion
Oliver Saar – Saxophon und Gesang
Rupert Schellenberger – Keyboards
Michael Schmidt – Bass

sowie die Gäste
Heinrich Filsner – Tuba
Frank Fritsch – Saxophon
Andre Gensicke – Orgel
Mäc Härder – Wirtshaus-Gschmarri
Gerald Meier – Posaune
Christian Obando – Cello
Skip Reinhart – Trompete, Flügelhorn
Ralf Tonnius – Gitarre (mittlerweile fest dabei)

2001