Samstag 14.10.17 

Vor genau einer Woche hatten wir ein sehr schönes Abschlusskonzert der Wolfgang Buck Band in Bad Neustadt an der Saale. Ich selber habe den Abend noch einmal genossen. Toll war zwar nicht die Anzahl der Zuhörer (die war überschaubar), aber die Tatsache, dass so viele sehr weite Strecken auf sich genommen hatten, um uns noch einmal zu sehen und zu hören. Aus Hamburg, Hessen, Baden-Württemberg, Schwaben und natürlich aus ganz Franken kam das Publikum. 

In diesen Tagen habe ich viele Bilder und Erlebnisse im Kopf - viele wunderbare Konzerte, aber auch vier CDs, auf die ich immer noch sehr stolz bin: "Gemmeraweng", "Sambesi", "Flusszigeiner" und "Genau underm Himml". Wir haben in den 25 Jahren viel gelacht, Blödsinn erzählt, miteinander gegessen und getrunken, geprobt, aufgenommen, gespielt, auf Autobahnen gefahren und und und.

Alles hat ein Ende, und wenn man merkt, dass eine Sache nur noch schwer und unter großem Stress oder gar nicht mehr organisierbar ist, dann bin ich eher für ein definiertes Ende als für ein qualvolles Dahinplätschern. 

Ich bedanke mich bei Steff, Michael, Oli, Rupert und Felix für die gute Zeit, für alles Engagement, alle Zusammenarbeit, alles Lachen und alle Ernsthaftigkeit. Aber denke auch an die früheren Bandmitglieder: Unsere Bassisten Matthias Dellert und Aki Fitros, an die Gitarristen Roli Müller und Ralf Tonnius. An die vielen Gäste auf CDs und bei Live-Konzerten, allen voran die Zöllner-Horns mit Frank Fritsch, Gerald Meier und Skip Reinhart, die auf fast allen Band-CDs dabei waren, aber auch die vielen wunderbaren Gäste und Freunde mit ihren einmaligen Auftritten.

Besonders habe ich mich in Bad Neustadt darüber gefreut, dass unser langjähriger Toningenieur Heiner Badum gekommen war. Er hat 20 Jahre lang für den guten Sound der Wolfgang Buck Band gesorgt und von "Gemmeraweng" (1996) bis "Flusszigeiner" (2006) alle CDs mit uns aufgenommen und gemischt. Danke auch an Florian Denzler, der seit fünf Jahren erst für den Heiner eingesprungen ist und dann ganz übernommen hat.

In der Woche vor dem Abschiedskonzert hat aber auch das nächste Kapitel begonnen: Fünf Tage lang haben Felix Lauschus, Rupert Schellenberger und ich geprobt. BUCK 3 hat seine ersten Töne gespielt, neuen und alten Songs neue Arrangement verpasst, alte Arrangements abgewandelt. Ich kann nur sagen: Es wird wunderbar! Meine Freude auf BUCK 3 ist größer als meine durchaus vorhandene Trauer um die Wolfgang Buck Band. 

Es ist also im Augenblick eine Zeit des Abschieds, des Neuanfangs, eine Zeit des Arbeitens an einer neuen CD, beflügelt durch neue Konstellationen und neue Klänge, behindert durch ein paar Nierensteine und die obligatorischen Erkältungsbazillen. Alles im grünen Bereich.

Donnerstag 21.9.17

Hinter mir liegen drei Wochen zwar größtenteils verregneter, aber doch wunderschöner Bootsurlaub in Irland. 

Allerdings wurde die Freude getrübt durch abermalige Nierenkoliken, die mich am Ende der Reise in die Notaufnahme des Krankenhauses in Enniskillen/Nordirland brachten. Dort waren sie sehr nett, haben mich in die Röhre geschoben, einen großen und einen mittelgroßen Stein festgestellt, von denen einer den Ablauf blockierte. Sie haben mich spärlich mit Schmerzmitteln ausgerüstet (naja, das britische Gesundheitssystem) auf die Heimreise geschickt, so dass die 12 Stunden Heimreise (3 Stunden Holperstrecke mit dem Bus nach Dublin, Flug Dublin-Düsseldorf-Nürnberg, PKW Nürnberg-Bamberg/Klinikum) nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig waren. 

In Bamberg war ein ausgezeichnetes Ärzteteam sehr kompetent und engagiert, ebenso die Stationen 11D und 11E. Die Bamberger Urologen bezeichneten es als "sehr sportlich", dass mich die Nordiren nach Hause geschickt haben. 

Jedenfalls - zwei OPs und zwei Wochen später wurde ich heute entlassen und fühle mich zu Hause wie neugeboren. Draußen ist Spätsommer, meine Lieblingsjahreszeit. Ich musste nur ein einziges Konzert absagen, das übermorgen in Pilgramsreuth hätte stattfinden sollen, und habe jetzt 9 Tage, um mich zu erholen und dann am 30.9. im Erlanger Fifty-Fifty meine Herbstsaison zu eröffnen. 

Das Leben ist so schön, wenn einem nichts wehtut, und ich frage mich manchmal, warum die Menschen, die keine Schmerzen haben, oft so unzufrieden mit ihrem Leben und so wenig nett zu ihren Mitmenschen sind.

Samstag, 5.8.17

Es liegen vier intensive Tage hinter mir, an denen ich in Nürnberg zusammen mit Toni Hinterholzinger für sieben Songs die Gesänge und Gitarren aufgenommen habe. Nächste Woche Berlin, um mit Rupert an den restlichen fünf Songs zu arbeiten.

Montag, 31.7.17

Konzertpause bis 22.9. See you in Pilgramsreuth. Jetzt noch zwei Wochen ins Studio. Dann Irland.

Dienstag, 25.7.17

Dieses Gerücht, was herumgeistert, möchte ich gleich dementieren (wenn auch die Leute, die Gerüchte erzählen, eh nicht lesen): Nein! Ich höre nicht auf! Wer aufhört, ist die Wolfgang Buck BAND. Es gibt mich weiterhin solo und als BUCK 3, das neue Trio mit meinen beiden Kollegen und Freunden Felix Lauschus und Rupert Schellenberger.

Am letzten Wochenende haben wir als Wolfgang Buck Band unser dritt- und unser vorletztes Konzert gespielt. Es war wunderbar. Die Leute haben es genossen und waren traurig, dass wir aufhören. Ich selber bin ein wenig wehmütig, weil wir 25 Jahre lang unser Bestes gegeben haben, klischeefreie Texte und klischeefreie Musik miteinander zu kombinieren. Natürlich wird man mit diesem Konzept kein Hitparadenstürmer, aber es befriedigt einen als Texter, Komponist und Musiker ungemein. Es sind wunderbare Songs auf gut durchdachten CDs entstanden, die zwar nicht das Massenpublikum, aber ein sehr treues Publikum erreicht haben. "Sambesi", "Rutsch aweng her", "Echdzeid" - Songs, die viele Hörer tief im Herzen angesprochen und ihnen aus der Seele gesprochen haben.

Wehmütig bin ich, ja. Dennoch überwiegt bei mir nicht die Wehmut, sondern die Freude auf BUCK 3! Nach 25 Jahren möchte ich tatsächlich mal was Neues machen. Dass wir zu sechst keine gemeinsamen Termine mehr gefunden haben, an denen wir neue Songs proben oder eine neue CD aufnehmen können, das war letztlich jetzt der Auslöser. Wir als Band hatten viele schöne gemeinsame Erlebnisse, aber wir sind nicht miteinander verheiratet, und nun kommt etwas Neues, auf das ich mich total freue! Und Leute, ich bin jetzt 58. Vielleicht überkommt mich mit 65 die Lust, es wieder mal so richtig krachen zu lassen - mit Schlagzeug, Bass, großem Bläsersatz, Hammond B3 auf der Bühne und allem Pipapo (weiß noch jemand, dass wir bei der Präsentation der CD "Sambesi" mit bis zu 17 Musikern auf der Bühne gestanden sind?). Also keine Panik! Wer weiß, was noch kommt... Jetzt aber kommen Felix, Rupert und ich - und das wird richtig gut. Versprochen!

Dienstag, 20.6.17

Drei Monate kein Tagebucheintrag? Da steckt doch was dahinter! 

Ja, da steckt was dahinter. Unausgekochte Neuigkeiten kann man schlecht posten. Dinge, die sich gerade entwickeln, sind meistens eben auch nicht spruchreif. Aber jetzt schon. Es gibt viele bahnbrechende Neuigkeiten - einen Abschied und zwei Neuanfänge !

1) Die Wolfgang Buck Band hört auf und spielt 2017 ihre voraussichtlich letzten Konzerte. 

Nach 25 Jahren mit vielen wunderbaren Konzerten und sehr schönen CD-Produktionen (Gemmeraweng, Sambesi, Flusszigeiner, Genau underm Himml) sehe ich (und auch einige andere in der Band) im Augenblick keine Möglichkeit der Weiterentwicklung mehr. Seit ungefähr drei Jahren sind unsere Terminkalender nur noch schwer miteinander in Einklang zu bringen. Jeder von uns hat seine Projekte, und die Wolfgang Buck Band war für jeden von uns eine wichtige, wunderschöne, sehr großen Spaß machende Band. 

Aber sie war, ganz ohne Abwertung gesagt, bei keinem von uns das zentrale Projekt, für das man alles andere stehen und liegen lassen kann. Ich selber spiele viele Solokonzerte, Felix spielt im Kabarett-Theater "Die Distel" in Berlin, Oli hat mehrere Bandprojekte am Start und lässt sich nun seit Kurzem als Hauptschullehrer umschulen und hat bereits eine Klassenführung, Michael spielt das komplette Winterhalbjahr im "Palazzo" von Alexander Herrmann in Nürnberg und außerdem hat er einen Vollzeitjob als Lehrer an verschiedenen Musikschulen, Rupert betreibt in Berlin seine Firma ultramar labs. für Sounddesign und Klangkonzepte. Steff arbeitet in verantwortlicher Position bei der Firma Meinl und hat für die Wolfgang Buck Band immer eine immense Menge an Freizeit und Urlaub geopfert, wie alle anderen auch.

Dennoch haben wir es seit ungefähr drei Jahren immer schlechter geschafft, gemeinsame Zeitfenster zu finden - vor allem für das Proben neuer Songs, für Konzerttermine, an denen alle können. Nun hatten wir vor, 2017 eine neue CD aufzunehmen. Trotz gutem Willen haben wir keine gemeinsamen Termine für Proben und Aufnahmen gefunden, so dass Ende März klar war, dass das CD-Projekt als Bandprojekt gescheitert ist (keine Angst, es wird eine CD geben! Dazu komme ich später). Kurz: Das Planen wurde für mich immer stressiger, ohne dass ich in diesem Stress am Ende eine realistische Perspektive für die Weiterexistenz der Wolfgang Buck Band gesehen habe. 

Nun hätte man auch die Besetzung ändern können, um die Terminprobleme besser in den Griff zu bekommen. Aber ich selber habe mich nun nach 25 Jahren auch ein wenig nach anderen musikalischen Wegen gesehnt, vielleicht einer neuen Instrumentierung.  

Allen - Felix, Michael, Oli, Rupert und Steff - danke ich herzlich für das tolle Engagement über die vielen Jahre hinweg und für die wunderbare Zeit! Vermutlich ist jeder von uns auch ein wenig traurig, dass es nun zu Ende ist... 

Wer die Wolfgang Buck Band noch mal hören möchte, sollte zu den vier verbleibenden Konzerten kommen: 8.7. Fürth, 21.7. Senden, 22.7. Bad Staffelstein, 7.10. Bad Neustadt/Saale. Danach ist Schicht.

Ich höre schon die Fragen: Wird es irgendwann eine Reunion geben? Antwort: Wir machen bewusst keine "Abschiedstour", weil es immer komisch kommt, wenn - wie bei vielen Bands - zwei Jahre nach einer Abschiedstour plötzlich alle wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Oder dass, wie bei manchen Bands, die "Abschiedstour" immer weiter geht und kein Ende findet. Ich glaube aber: Es wird eine sehr lange Pause geben. Und es wird dann, wenn überhaupt, nicht die genau gleiche Besetzung am Start sein. Aber das ist meine Prognose, und ob sie stimmt, weiß keiner.

2) Nun die erste der guten Nachrichten: Es wird ab 2018 ein neues Projekt geben: BUCK 3 !

Am 23. Mai gab es in Berlin ein Treffen und wir haben da die neue Trioformation BUCK 3 gegründet. Und wir werden in dieser Formation viele neue, aber auch bereits bekannte Songs von mir in neuem Kleid live spielen. Und darauf freue ich mich total!

Wer ist BUCK 3 ? 

Es sind alte Bekannte, gute Freunde, fabelhafte Kollegen. So steht es in unserem Info:

Wolfgang Buck - dialektischer Songkünstler, Mundart-Lyriker und Geschichtenerzähler (Gesang, Gitarre, Moderation). Wenn er gerade nicht wohnt, kocht, Songs schreibt und das Leben genießt, ist er mit seinem Soloprogramm auf den Bühnen Süddeutschlands unterwegs. 

Felix Lauschus - Multi-Instrumentalist und Vollblutmusikant - (Trompete, Flügelhorn, Gesang, Gitarre, Percussions und vieles mehr, worauf man Musik machen und Klänge erzeugen kann). Er ist Theatermusiker und Schauspieler am Berliner Kabarett „Die Distel“ und spielte jahrelang bei der Berliner Soulband „Die Zöllner“. 18 Jahre lang war er festes Mitglied der Wolfgang Buck Band, vorher Gastmusiker.

Rupert Schellenberger - Klangprofessor und Sounddesigner (Keyboards, Gesang). Er betreibt im richtigen Leben das Tonstudio ultramar labs. und entwickelt und gestaltet Soundkonzepte für Museen und Erlebnisausstellungen, z.B. das Klimahaus in Bremerhaven und das Nationalparkzentrum Königsstuhl auf Rügen. Er spielte 25 Jahre lang in der Wolfgang Buck Band, ist aufgewachsen in Unterfranken und lebt in Berlin.

Und wer kommt bei BUCK 3 voll auf seine Kosten?

- Genießer der Kuriositäten des fränkischen Dialekts mit all seinen skurrilen, zarten, gefühlvollen, hinterhältigen und witzigen Feinheiten (Text-Abteilung Wolfgang Buck)

- Liebhaber handgemachter Musik (Departement für Spielfreude Felix Lauschus

- Musikhörer, die einen modernen, aber immer äußerst geschmackvollen Sound zu schätzen wissen (Klang-Labor Rupert Schellenberger)

Soweit unser Info. Ich bin davon überzeugt, dass diese neue Besetzung nicht nur uns, sondern auch vielen Zuhörern Riesenspaß machen wird!

Hier die Premierenkonzerte im April, für die es bereits jetzt Tickets gibt:

14.4.18 Bamberg - Haas-Säle

15.4.18 Erlangen - E-Werk

27.4.18 Roth - Kulturfabrik

28.4.18 Ansbach - Kammerspiele (hier gibt es Ticktets erst ab dem 1.8.)

So, und jetzt als zweite gute Neuigkeit:

3) Wir arbeiten an der neuen CD

Seit April arbeite ich mit Rupert Schellenberger in Berlin an der neuen CD. Wir beide bauen gerade das Gerüst und den Grundsound. Und dann werden wir vermutlich den einen oder anderen Dritten oder Vierten einladen, auf jeden Fall Felix und Oli, aber auch den einen oder anderen Überraschungsgast, um jedem Song sein spezielles Gesicht zu geben. Näheres verraten wir noch nicht... Nur, dass wir in einer späteren Phase des Projekts in Nürnberg im Studio von Toni Hinterholzinger weitermachen werden.

Den ursprünglichen Plan, dass die CD (als Band-CD) Anfang 2018 herauskommen soll, haben wir erstmal zur Seite gestellt, um uns nicht unnötig unter Zeitdruck zu setzen. Wir sind am Finden und Ausprobieren, aber es wird sehr schön, das verspreche ich Euch.

Donnerstag, 2.3.17

"Vergessn & Widdergfunna" - unter diesem Titel gibt es ab sofort einen Konzertmitschnitt der Wolfgang Buck Band aus dem Jahr 2009 zum Anhören und auch zum Herunterladen!

Und zwar hier: www.wolfgang-buck.bandcamp.com

Hier die Story dazu: Mancher erinnert sich vielleicht: Wir wollten 2009 ein Live-Album der Wolfgang Buck Band herausbringen und haben dazu drei Konzerte mitgeschnitten - in Puschendorf, Hohenstadt und Baiersdorf.Da es sich aber ausschließlich um Songs handelte, die schon auf anderenAlben veröffentlicht waren, hatte ich dann doch Bedenken, und die
bereits fertig gemixten Songs verschwanden auf dem Dachboden und gerieten in Vergessenheit.

Vor ein paar Wochen habe ich wieder mal gestöbert, und da bin ich auf die Aufnahmen von damals gestoßen und habe sie mir wieder mal angehört. Und ich denke: Hobberla, da sind echt ein paar Leckerbissen dabei! Keine neuen Songs, aber sehr schöne Varianten von bekannten Liedern. Vor allem von Songs, die es bisher nur unplugged gab, wie
"Verwaldungsangeschdellde Maier-Brumm", "Wenn di Party verbei is", "Genausuviel Debbm", "34 PS", "Old". Oder Songs, die rauer und ursprünglicher klingen, als auf bisherigen CDs, wie "Ärbern", "Allmächd a Stooder", "Moochned". Oder Songs, die anders instrumentiert oder
arrangiert sind, wie "Flusszigeiner", "Sportlerblues" oder "Schaunerhie". Und damit ein ganzes Konzert draus wird noch "Sambesi", "Des Glügg" und "Der Kabljau".

Kurz: Man sollte diese Aufnahmen den Liebhabern nicht vorenthalten!

Deshalb hat Rupert Schellenberger das Ganze gemastert. Es gibt diese Aufnahmen weiterhin nicht auf CD, aber ab sofort zum Anhören (gratis) und Herunterladen (gegen Bezahlung) exklusiv hier auf wolfgang-buck.bandcamp.com unter dem Titel "Vergessn & Widdergfunna". Meine absoluten Favoriten: "Verwaldungsangeschdellde Maier-Brumm" und
"Wenn di Party verbei is". Aber da kann jeder kostenlos reinschnuppern und seine Lieblingssongs finden, ich wollte euch hier nur die Ohren ein wenig wässrig machen.

Meine Präsenz auf Bandcamp.com ist übrigens NEU. Bisher hab ich mich gegen das Downloaden und die digitale Vermarktung gesperrt. Aber mittlerweile werde ich immer mehr von Leuten angesprochen, die echt keinen CD-Player mehr haben und ihre Musik nur noch aus dem Internet herunterladen. Bandcamp.com scheint eine Plattform zu sein, wo man als Künstler angemessen bezahlt und nicht ausgebeutet wird. Deshalb habe ich
anfangs des Jahres in liebe- und mühevoller Kleinarbeit alle CDs mit allen Songs auf Bandcamp.com gestellt, die Texte reingestellt, Infos zu den CDs, Fotos, Covers und vieles andere mehr.

Und wie gesagt: Meinen Dachbodenfund "Vergessn & Widdergfunna - Wolfgang Buck Band live 2009" gibt es dort jetzt auch. Und vielleicht macht er euch ein wenig neugierig - auf das exklusive Live-Material und auf die gesamte Wolfgang-Buck-Palette.

Die komplette Zusammenstellung "Vergessn & Widdergfunna" mit 15 Songs und 68min Spielzeit, aber auch alle anderen 11 Alben, von "Unkraud" bis "Kummdmernaham", kosten zum Downloaden jeweils 8,- Euro + Mwst. Einzelne Songs aus beliebigen Alben je 1,- Euro + Mwst.

Hier nochmal der Link: www.wolfgang-buck.bandcamp.com . Hören kann man gratis. Herunterladen und bezahlen geht mit Paypal oder Kreditkarte.

Viel Spaß beim Herumstöbern und Reinhören, und vielleicht kann man so die Wartezeit überbrücken, bis Anfang 2018 das geplante neue Album der Wolfgang Buck Band erscheint, dann aber mit vielen neuen Songs!
Donnerstag, 19.1.17

Erst einmal a xunds Neis! Ist ja schon wieder 19 Tage alt, das Neue. 

Ich bin im Augenblick viel unterwegs, gestern zum Beispiel im Schlachthof in München, morgen in Nürnberg-Gebersdorf. Ziemlich genau ein Jahr nach meinem Unfall beim Holzhacken freue ich mich: Gitarrespielen geht endlich wieder ohne Fingerschutz. Ein wunderbares Gefühl!

Außerdem ist vieles in Planung. Im Sommer werden wir, die Wollfgang Buck Band wieder einmal ins Studio gehen. Wir wollen im August und September die neue CD aufnehmen, diesmal wieder, wie gesagt, mit Band. Sozusagen die Nachfolgerin von "Genau underm Himml". Mit Mischen, Mastern usw wird es sich bestimmt in den Winter hineinziehen, bis das neue Album dann erscheint. Da kommt ja immer das eine oder andere ungeplante dazwischen. Von daher schaumermal, wann das Baby auf die Welt kommt.

Sonntag, 11.12.16

So, gestern in Heppstädt im Theater Kuckucksheim letztes Konzert des Jahres 2016. Nach 24 Konzerten im Herbst freue ich mich nun auf die vier Wochen Pause in der Advents- und Weihnachtszeit. Wir sehen uns am 7. Januar in Nürnberg im Hubertussaal. Eine gesegnete Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Und geht die nächsten Wochen ein wenig ruhiger an.

Samstag, 10.9.16

Fast acht Wochen Konzertpause liegen hinter mir, davon drei Wochen Urlaub. Vom irischen Sommer bin ich braungebrannt, unglaubliche dreizehn von 21 Tagen hat diesmal die Sonne geschienen über dem Shannon, dem Erne, dem Lough Key, dem Lough Ree und dem Lough Derg.

Das Land, in dem man erstaunt angesehen wird, wenn man keine Pommes zu seiner Pizza möchte ("Really? You´re sure?"), wo man Pappdeckelscheiben für Toastbrot ausgibt und behauptet, Guinness sei Bier - dieses Land hat es uns seit 15 Jahren angetan: Seine gleichzeitig kontaktfreudigen und unaufdringlichen Menschen voller Pragmatismus, seine satten Grüntöne, sein weiter Himmel, seine schlampigen Städtchen mit ihren akurat gemähten Rasenflächen und seine wohlschmeckenden Weidetiere. Verbotsschilder gibt es dort nur in ihrer extrem verwitterten, rostigen und unleserlichen Variante.

Aber auch das ist Irland: Europas Finanzspritzen nimmt man gerne an, verzichtet auf die Besteuerung amerikanischer Großkonzerne und bewundert Deutschland für seine Humanität in der Flüchtlingspolitik, ohne sich angesprochen zu fühlen, auch ein kleines Scherflein beizutragen (obwohl ja das Thema "Migration" das irische Story-Telling in Legenden, Literatur und Songs durchzieht wie kein anderes). In den irischen Zeitungen nahezu keine internationalen Nachrichten, selbst am Dubliner
Flughafen immer noch so gut wie keine europäischen Zeitungen (wenn man Brexit-Land mal nicht zu Europa zählt).

Drei Wochen lang auf dem Hausboot mit maximal 12 Stundenkilometern unterwegs weit ab vom Schuss - bleiben, weiterziehen, kleine Begebenheiten und Begegnungen, Verlangsamung, den Blutdruck herunterfahren.

Danach, wenn man frisch wieder daheim ist, kommt einem dieses große Deutschland sehr hektisch vor, aber man freut sich über die roten Dächer, die fränkischen Dörfer mit ihren krummen Feldwegen und glitzernden Karpfenweihern, mit seiner umfangreicheren Farbpalette als die grüne Insel. Man genießt die letzten warmen Sonnenstrahlen auf irgendeinem Bamberger Bierkeller mit seinem hundertfachen Stimmengemumpfel bei einem grandiosen Ungespundeten.

Vor genau einem Jahr hatte sich unser Land innerhalb unseres Irlandurlaubs verändert. Wir kamen zurück in ein Land der Willkommenskultur und waren verwundert und stolz über diese Kanzlerin, die Humanität gezeigt hatte, und über die vielen engagierten Helfer. Daran mussten wir denken, als wir diesmal wieder in Frankfurt gelandet waren: Gut, dass sie (die ich nie gewählt habe) weiter Kurs hält und nicht denen 20% nachgibt, die angeblich "das Volk" sind und denen andere uns wohlbekannte Politiker nachschielen.

Samstag, 30.7.16

Die kleine Tour mit Werner Schmidbauer und Martin Kälberer war für mich das besondere Ereignis des Jahres. Erstens mal hat es mit diesen beiden wunderbaren Kollegen sauspaß gemacht. Sie haben mich gleich in ihre Mitte genommen und mir sehr viel Platz eingeräumt. Zweitens fand ich: Wir haben uns super ergänzt und das Ganze war mehr als seine drei Einzelteile. Und wenn das glückt, ist das nicht selbstverständlich. 

Deshalb wünsch ich dem Werner jetzt erstmal ein wunderschönes Jahr der Auszeit und dem Martin auch ein wenig mehr Ruhe und viel Kreativität und gute Ideen bei seinen Projekten. Dank auch an die super Crew, Thomas und Sebi, an Béla und seine Mitarbeiter von Backstage Promotion und an die Veranstalter Concertbüro Franken, Konzertagentur Friedrich und die Tollwood GmbH. A weng melancholisch war ich danach schon, aber vor allem sehr beseelt und gechilled. Schönen Sommer euch allen!

Ich selber hab jetzt acht Wochen Konzertpause. Das heisst: Davon drei Wochen lang mit dem gemieteten Hausboot die irischen Binnengewässer genießen, so wie jedes Jahr. Aber auch zwei Gottesdienste halten. Und endlich mal die Steuererklärung  2015 erledigen und ansonsten Urlaub auf Terrassien & Balkonien.

Sonntag, 10.7.16

Morgen früh Fahrt an den Chiemsee zum Martin Kälberer, wo wir zwei Tage für die Konzerttour proben wollen. Dann Mittwoch Nürnberg-Serenadenhof, Donnerstag Weißenburg-Bergwaldtheater, Freitag Tambach-Schlosshof, Samstag München-TollwoodArena. Das wird schön, ich freu mich.

Mittwoch, 15.6.16

Eigentlich wollte ich am Montag die heiße Phase des Sommers einläuten. Sowohl vom Wetter her ist das Wort "heiß" derzeit nicht angebracht, als auch vom erwarteten Trubel ist bisher nichts eingetroffen. 

Wir, die Wolfgang Buck Band, wollten nämlich von Montag bis Mittwoch neue Songs proben, am Donnerstag unser derzeitiges Live-Programm auffrischen und von Freitag bis Sonntag drei schöne Konzerte hinlegen. In Besug auf die Konzerte schaut es nach wie vor gut aus. Aber leider hat es unseren Bassmann Michael mit einer schweren Bronchitis erwischt, so dass er die Woche komplett ausfällt. Gute Besserung, Michael! Aber: The show must go on. Die Konzerte finden statt.

Es erübrigt sich das Proben neuer Songs. Aber wir haben - also Oli - für Michael einen Vertreter gefunden, einen Bassisten aus Berlin, Tom Auffahrt. Der schafft sich gerade zu Hause das komplette Live-Programm drauf, und am Donnerstag gibt es eine heiße 5-stündige Bandprobe mit dem neuen Mann. Um 21h müssen wir fertig sein und Fußball schauen. Wir freuen uns auf ein schon sehr schön verkauftes Konzert am Freitag in Forchheim, hoffentlich bei schönem oder einigermaßen erträglichen Wetter in der Kaiserpfalz, schlimmstenfalls bei bösem Wetter in der heimeligen Jahnhalle. 

Unsere 16-Uhr-Mucke am Samstag in Bayreuth auf der Seebühne der Landesgartenschau wird sicher auch schön, da kommts a weng aufs Wetter an wieviele sich dorthin aufmachen. 

Und der unbestrittene Höhepunkt ist sicher unser Auftritt am Sonntag um 20:30h auf der Hauptbühne des 1. Fränkischen Mundartfestivals "Edzerdla" in Burgbernheim - www.edzerdla.de . Das wird ein richtig großer Rummel. Helmut Haberkamm hat da ein Programm zusammmengestellt, dass sich gewaschen hat. Soviele fränkische Mundartkünstler von Rang und Namen auf einem Haufen hat es vermutlich noch nie gegeben. Nicht nur die Wolfgang Buck Band, sondern auch Matthias Egersdörfer, Günter Stössel, Fitzgerald Kusz & Klaus Brandl, Gankino Circus, Mäc Härder, Mia Pitroff, Helmut Haberkamm, Johann Müller, Winni Wittkopp, Landmusigg,  und und und. Über 40 Acts an zwei Tagen auf drei Bühnen, das wird der Hammer! Wer da ned kommd, dem kammer a nimmer helfm.

Dienstag, 10.5.16

Nach 4 Monaten ist es Zeit, eine Zwischenbilanz in Bezug auf mein neues Programm "Su kammers aushaldn" zu ziehen. Es macht mir sehr viel Spaß, dieses Programm zu spielen. Ich finde, es ist eines meiner besten Soloprogramme, die ich bisher auf die Bühne gebracht habe. Die Mischung stimmt: Ernste politische Themen, viel Biographisches, viel zum Lachen. Die Leute honorieren es mit guten Zuschauerzahlen, viel Applaus und guten Rückmeldungen am Ende. Also, es läuft wunderbar. 

Dabei sind die äußeren Umstände immer noch nicht optimal. Mein linker Zeigefinger ist Gott sei Dank wieder zusammengewachsen, aber bis die Narbe wieder weniger empfindlich ist, wird es schon noch dauern. Aber ich muss beim Konzert keine Metallkappe mehr tragen, sondern es reicht ein einfaches Fingerkuppenpflaster. 

Hinzu kam ein zweites Aua. Ich hätte vielleicht auch besser nicht in Bubenreuth nach dem Konzert eine Stufe übersehen sollen und nicht hinfallen sollen. Ich hab dann noch die Zugaben gespielt und das Konzert am nächsten Tag in Untersteinach. Aber am Montag hat der Doc einen Bruch des Mittelhandknochens, der den linken kleinen Finger fortsetzt, festgestellt. Er wollte das gleich für 4 Wochen eingipsen, aber ich hab ihn überzeugt, dass ich ja anscheinend dennoch schmerzfrei bewiesenermaßen Gitarre spielen kann, und so hat er mir etwas laxere Heilmethoden zugestanden. Und siehe da, der Bruch war nach zweieinhalb Wochen schon nicht mehr zu sehen. Meine Frau Lisa hat schon gesagt, man könne mich nicht mehr außer Haus lassen. Aber das wäre ja auch keine Lösung...

Und jetzt hab ich vier Wochen Konzertpause, nur unterbrochen von dem Konzert in Schlüsselfeld am 20.5. Ich kann mich also voll auf die Relegationspiele des 1.FCN konzentrieren und bitte schon jetzt meine Freunde, die Anhänger von Werder Bremen und Eintracht Frankfurt sind, um Verzeihung, dass wir da jetzt leider keine Rücksicht nehmen können. Um den VfB ist es momentan nicht schade, aber die werden denk ich direkt absteigen.

Na, und im Juni und Juli gibt es zwei große Events: erstens die drei Konzerte der Wolfgang Buck Band am 17.6. in Forchheim, 18.6. in Bayreuth und am 19.6. in Burgbernheim auf dem tollen fränkischen Mundart-Festival "Edzerdla", das mein Freund und Lyrikerkollege Helmut Haberkamm initiiert hat. Und im Juli dann die großen Konzerte mit meinen beiden Freunden Werner Schmidbauer und Martin Kälberer am 13.7. in Nürnberg (Serenadenhof, bereits ausverkauft), am 14.7. in Weißenburg, Bergwaldtheater, am 15.7. in Tambach im Schloßhof und am 16.7. in München in der Tollwood-Arena. Auch bei den drei noch nicht ausverkauften Konzerten sollte man sich langsam sputen. 

Und nicht zu vergessen: Mein Soloprogramm: 20.5. Schlüsselfeld, 3.6. Marktbreit, 4.6. Pottenstein-Teufelshöhle, 5.6. Dehnberger Hoftheater, 11.6. Weiden, 24.6. Weißenbronn bei Ansbach, 3.7. Büchold bei Arnstein. Und als Sommerabschluss "Aufs Maul gschaud" gemeinsam mit Stefan Kügel am 24.7. im Theater Kuckucksheim in Heppstädt (ausverkauft).

Donnerstag, 11.2.16

Der Zeigefinger wächst langsamer zusammen als erhofft. Aber er ist voll gelenkig, nur hält die Haut keinen Druck auf die Saiten aus und drunter tuts weh, wenn ich die Saiten drücke. Ich habe mir jetzt eine Art Prothese gebaut. Einen guten alten Dunlop-Fingerpick zurechtgebogen, auf die Schnittstelle am Finger platziert, mit Leukoplast festgemacht. It works! Optimaler Druck auf den Saiten ohne Schmerzen am Finger. Jetzt noch ein paar Tage üben und an das neue Gefühl gewöhnen. Fürth-Comödie, Fr 19.2., kann kommen. Und ich muss mich nicht auf ein 3-Fingersystem umgewöhnen... 

Freitag, 5.2.16

Langsam wird mir einiges in unserem Land unheimlich. Wie können innerhalb von ein paar Monaten aus mitfühlenden und hilfsbereiten Leuten hysterische und panische Schwarzseher werden? Oder kommen jetzt all die an die Oberfläche, die sich vor ein paar Monaten nichts zu sagen trauten, und die anderen trauen sich jetzt nichts mehr zu sagen? 

Ist denn so was Schlimmes passiert, dass die Stimmung so kippen muss? Ja, Köln war ein Schuss vor den Bug, aber was würde passieren, wenn es tatsächlich einen großen terroristischen Anschlag geben würde? Müssten wir dann nicht befürchten, dass plötzlich wieder eine Mehrheit da wäre für einen "starken Mann" und fürs "Durchgreifen"? Hysterie war noch nie ein guter Ratgeber, aber genau das passiert gerade. Oder hört man gerade halt nur die Hysteriker, und die Vernunftbegabten hüllen sich in Schweigen? 

Die gefühlte Bedrohung ist bei vielen 100mal größer als die reale. "Oh, da an der Ecke stehen dunkelhaarige Männer, ich bin bedroht." Und diese Ängste werden gezielt geschürt. Es gibt keinen Anstieg des Verbrechens durch Flüchtlinge. Aber wer hört auf die Vernunft? 81% sagen, die Regierung hat die Sache nicht mehr "im Griff". Jaaa, das ist in Deutschland das Wichtigste. Man muss etwas im Griff haben. Menschen, deren Städte zerbombt sind, aufnehmen und versorgen - alles zweitrangig. 

Dass es in Notsituationen Dinge gibt, die nicht in den Griff zu bekommen sind, oder nur sehr langsam, nur durch Vernunft und nicht durchs Durchgreifen - ein absolut fremder Gedanke im Land der Macher. 

Mir ist ein wenig bange. Nicht wegen der Flüchtlinge.

Freitag, 22.1.16

So ein Scheiß. Man sollte als Musiker halt nicht Holz hacken. Aber ich hatte Glück im Unglück: Die neue Fiskars-Axt war ziemlich scharf und es war ein sauberer Schnitt. Kein Knochen, kein Gelenk, keine Sehne erwischt. Der Handchirurg in Bamberg hat das Stück Fleisch, das nur noch am seidenen Faden hing, wieder schön angenäht, den Fingernagel auch, und jetzt hoffen wir, das alles schön verheilt. 

Heute das Konzert im Dehnberger Hoftheater ist abgesagt, ich werde dort aber am 7. Mai auftreten. Die Konzerte der nächsten drei Wochenenden werde ich heute Nachmittag alle absagen, sobald ich die Veranstalter erreiche, also Schweinfurt, Schlüsselfeld, Mainstockheim und Heppstädt. Ich hoffe, dass ich schnell Ersatztermine bekanntgeben kann. Der Handchirurg hat noch gemeint, dass sie mit Fiskars und Stihl einen Sammelvertrag haben. Naja, das Lachen geht schon wieder.

Samstag, 9.1.16

Ich hab selten so eine schöne Premiere erlebt. Das neue Programm ist beim wunderbaren Bamberger Publikum super angekommen. Mein Schwenk diesmal konsequent weg von den typischen Frankenthemen war goldrichtig und ich fühle mich mit den neuen Songs und Ansagen sehr gut. Su kammers aushaldn und su kanns weidergeh.

Freitag, 1.1.16

Ich wünsche Euch allen a xunds Neis! Und ich freue mich darauf, Euch 2016 alle zu sehen bei meinem Soloprogramm "Su kammers aushaldn", das heute in einer Woche Premiere hat. In Bamberg, Stephanshof, 20h. Da sind neun neue Songs entstanden im letzten Jahr, und ich freu mich deshalb ungeduldig auf den Start. Je mehr neue Songs, desto mehr bin ich aufgeregt. Denn wie die alten Songs beim Publikum ankommen, weiß man mit der Zeit. Und man ist auf der sicheren Seite, wenn man genug beliebte Songs ins Programm einbaut. Beim neuen Programm werde ich meine Komfortzone ein wenig verlassen müssen und einfach drauf vertrauen, dass die Neuen ihren Weg in die Herzen, Seelen und Köpfe finden werden. Aber anfangen werde ich mit einem alten bekannten Lied. 

Auch werde ich im neuen Programm mit frankenphilosophischen Themen ein wenig enthaltsam sein. Das letzte Programm "Kummdmernaham" hatte ja diesen Schwerpunkt, da ging es viel um Franken, Heimat und landestypische Mentalität. Drum langts wieder mal und ich wende mich wieder mal anderen Themen zu. Aber keine Angst: Natürlich auf Fränkisch...   

Mittwoch, 25.11.15

CSU-Generalsekretär Scheuer hat die ankommenden Flüchtlinge aufgefordert, neben dem Grundgesetz zwingend auch die «deutsche Leitkultur» anzuerkennen. «Dass Flüchtlinge sich an das Grundgesetz und an Recht und Gesetz halten müssen, ist eine pure Selbstverständlichkeit und reicht längst nicht aus», sagte Scheuer am Dienstag in München. «Deutsche Leitkultur ist viel mehr als das Grundgesetz.» Dazu gehörten «unsere Traditionen, unsere Lebensweise und unsere gemeinsamen Werte».

Dazu hätte ich ein paar Anmerkungen.

1) Im Sozialkundeunterricht habe ich gelernt, dass unser Grundgesetz die Instanz ist, auf die sich unser Land geeinigt hat und die für alle verbindlich ist. Darüberhinaus hat nichts Verfassungsrang.

2) Wie würde er und andere "deutsche Leitkultur" definieren? Wir definieren uns selber in der Verfassung als plurale Gesellschaft, unser Wesen ist die Vielfalt und die freie Persönlichkeitsentfaltung auf der Basis der Menschenwürde. Welche Elemente der "deutschen Leitkultur" stehen nicht in der Verfassung, sind aber nach Meinung Scheuers verbindlich anzuerkennen? Wir haben Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, die Freiheit der persönlichen Entfaltung, Pressefreiheit, Freiheit der Kunst usw. Was meint er, sei der Mehrwert einer "deutschen Leitkultur" gegenüber diesen Grundwerten? Und wie würde er sie definieren als verbindlich für alle?

3) Wir brauchen darauf keine Antwort zu erwarten. Denn der Trick ist: Man muss "deutsche Leitkultur" im Undefinierten lassen. Denn dann nicken alle an den Stammtischen.

4) Das letzte Mal, als man die Verfassung verbal abwertete zugunsten eines undefinierten "Deutschen" - wir wissen, wie diese Sache geendet hat. Ohne dass ich Scheuer in diese Ecke stellen möchte, aber ich würde ihm ganz einfach mal einen Grundkurs in deutscher Geschichte verordnen.

5) Aber er schätzt die Verfassung doch nicht gering? Doch, doch. Die ständigen Angriffe aus der Union auf den Verfassungsartikel zum Asyl sind für mich unerträglich. Da hört man, Asyl solle man in Zukunft nur "nach Maßgabe der Möglichkeit" gewähren. Das klingt ja für manchen von uns erst mal harmlos, ja sogar vernünftig. Aber würden wir das selbe auch für die anderen Grundrechte wollen? Pressefreiheit, Freiheit der Meinung, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Freiheit der Kunst - all das zur Disposition stellen und nur noch "gewähren" (wer gewährt hier eigentlich) nach "Maßgabe der Möglichkeit". Merkt denn niemand, dass zumindest einige dieser unsäglichen Söders, Scheuers, Oettingers und wie sie alle heißen, absolute Nieten sind, für die unsere Verfassung wohlfeil ist, also zur Disposition steht?

6) Die Verfassung ist für alle verbindlich, und zwar egal ob es Deutsche oder in Deutschland lebende Ausländer sind. Und darüber hinaus, und gerade, weil das in Verfassung so festgelegt ist, herrscht Pluralität und persönliche Freiheit. Die Verfassung ist die deutsche Leitkultur.

Mittwoch, 23.9.15

Eine lange Konzertpause ist für mich zu Ende gegangen. Die Stimme und die Finger sind ein wenig eingerostet.

Wie jedes Jahr waren wir wieder ein paar Wochen auf den irischen Wasserstraßen unterwegs. Keine CDs dabei, ein paar Mal ein bisschen auf der Gitarre gespielt. Aber ansonsten bestand die Musik aus Stille, Wind und Wellen, Regentropfen, Kühen und Schafen, Möwen und Enten, aus dem Tuckern des Dieselmotors, dem Rascheln des Guardian und der Times, aus denen wir unsere Infos bezogen haben, und dem Smalltalk mit den Einheimischen, in deren irisches Englisch wir uns mittlerweile sehr gut hineingehört haben.

Ich hoffe, es war auch für Euch ein wunderschöner Sommer!

Jetzts gehts wieder los, und ich lade Euch zu meinen Konzerten im Herbst ein. Ein besonderes Highlight wird unsere Tour mit der Wolfgang Buck Band im November sein. Aber auch solo und im Duo mit Stefan Kügel werde ich wieder unterwegs sein.

Donnerstag, 9.7.15

Tolle Nachricht: Nächstes Jahr gibt es auf dem Tollwoodfestival ein Konzert, auf das ich mich sehr freue: Werner Schmidbauer & Martin Kälberer & Wolfgang Buck. Termin: 16.7.2016, Tollwood Musikarena. 19h. Vorverkaufstart heute in einer Woche am 16.7., http://www.tollwood.de/sommerfestival-2015/ticketerwerb/ . Ebenfalls wird es diese Besetzung auch am 15.7.16 in Tambach geben, und mal schauen. 

Sonntag, 7.6.15

Wir sind soeben von einem wunderschönen 14tägigen Urlaub aus Castagneto Carducci in der Toskana zurückgekehrt. Wunderbares Wetter, wunderschöne Landschaft, leider sehr gutes Essen und Trinken. 

Ab morgen gehts wieder "ausm annern Fässla". Aber auch da warten schöne Konzerte auf mich, zudem zwei Gottesdienste, bei denen ich predigen darf, und vieles andere mehr. 

Weil es dazu Fragen gab: Das Konzert am 26.6. in Castell wurde mir jetzt vom Veranstalter, dem Fürstlich Castellschem Domänenamt, abgesagt wegen "schlechtem Vorverkauf". Ich kann das Wort "schlecht" nicht bestätigen. Für mich war der Vorverkauf von den Zahlen her leicht unter Normal, aber es war noch genug Zeit, um aus dem "schlechten" einen "guten" Vorverkauf zu machen. Aber wahrscheinlich waren da die Erwartungen seitens des Veranstalters nicht realistisch. Naja, ned so schlimm, die Unterfranken finden sicher ihren Weg zu anderen Konzerten in der Region, z.B. am 27.6. in Marktheidenfeld und am 14.11. in Kitzingen. 

Jetzt freu ich mich auf die Konzerte am kommenden Wochenende in Altenfurt und Gößweinstein, und dann kommen die Musiker der Band für das einzige Sommerkonzert der Wolfgang Buck Band in diesem Jahr, dem fast schon traditionellen Konzert am Freitag 19.6. auf dem Hönigskeller in Tiefenellern in der "fränkischen Toskana". Wer auf diesen Vergleich bloß wieder gekommen ist? Toskana und Oberfranken, beides ist unvergleichlich, und keiner von beiden hat es nötig, sich mit fremden Attributen "aufzuwerten", oder?

Donnerstag, 16.4.15

Gerade hat die Spedition bei mir Kisten mit 3.054 noch dampfenden CDs "Kummdmernaham" abgeladen. Was soll ich mit sovielen CDs? Auf denen überall das gleiche drauf ist? Ich hätte also 3.053 davon abzugeben. Ab sofort kann man diese CD bei mir bestellen:

Wolfgang Buck - live
"KUMMDMERNAHAM"

mit folgenden 12 Songs:

Schaunernoo / Wer do foddfährd / Allmächd der Dufd / Idiodn / Des vom Schweinebrodn / Dir schmeggds ned / Kummdmernaham / Gib doch dein Herz an Schubser / Asu werd des nix / Wenn di Party verbei is / Genau underm Himml / Moxderra do hosderra

und mit vielen frankenphilophischen Zwischenbemerkungen, nur mit Gesang und Gitarre und einem für hiesige Verhältnisse ausgesprochen gut aufgelegten Publikum.

Montag, 9.3.15

Stand der Arbeiten an der neuen CD: Das Master ist bereits im Presswerk, das CD-Cover ist in Arbeit, Vorderseite steht schon. Ich freu mich, dass ich wieder meinen Sohn Jan dafür gerwinnen konnte, der auch die letzten drei CD-Covers entworfen hat (Flusszigeiner, Asu werd des nix, Genau underm Himml). Ich geh momentan von einer Veröffentlichung von "Kummdmernaham" im April aus. Bei mir ist also gerade Ruhe vor dem Sturm. Noch zwei Konzerte im März. Und irgendwann im April beginnt wie immer die große Versand- und Presseschlacht. Bin gespannt, wie euch die CD gefällt...

Donnerstag, 12.2.15

Was? Seit einem Vierteljahr nichts Substantielles mehr geschrieben, außer dass ich euch allen ein gutes neues Jahr gewünscht habe? Da wirds aber echt Zeit.

Die neue Live-CD "Kummdmernaham!" ist fast fertig gemischt. Seit gestern abend sind wir einmal komplett durch mit Mischen, nun lassen wir das Werk eine Woche lang liegen, hören immer mal wieder rein. Und Ende nächster Woche werden wir entweder den Feinschliff machen, oder sagen: "Alles gut, müssmer nix mehr dran rumpfuschen, nur nach mastern." Oder: "Oh je, alles schlecht, wir fangen nochmal von vorne an." (Letzteres glaub ich nicht wirklich). Es war jedenfalls gar nicht so leicht, das 120minütige Programm auf 60-70 min zu kürzen. 

Was mich im Dezember sehr beschäftigt hat war die Arbeit am Programm "Aufs Maul gschaud", das ich mit Stefan Kügel, dem Schauspieler und Figurentheaterkünstler dann am 11.1. in der Comödie Fürth uraufgeführt habe. Ich war sehr unsicher, ob die Leute ein Programm annehmen, das größtenteils mit meinen Songs (ohne Zwischenmoderationen) und Bibeltexten aus der Übersetzung von Martin Luther auskommt. Als wir dann bei der Premiere die Gesichter der Leute vor uns hatten und sahen, wie intensiv die Leute dabei waren, und als wir danach sehr viel Applaus und großes Lob bekommen haben, wussten wir: Des bassd einwandfrei. Die Texte aus dem Alten und Neuen Testament entfalten eine sehr starke poetische und sinnliche Kraft, Stefan Kügels Figuren - der Fuchs, Sulamith, der Galsterer aus der "Gschenkdn Stund" und der Muli aus der "Fichtn im Weiher" - erzeugen eine große Intensität, und meine Songs geben den Texten einen spannenden Kontext und umgekehrt. Viel Lachen und viel versonnenes Kopfnicken. Und definitiv keine traditionelle Bibelstunde.

Von daher bieten Stefan Kügel und ich jetzt das Programm "Aufs Maul gschaud" - Untertitel "Fränkische Songs und dem Luther sei Bibel" - für weitere Aufführungen an. Unter anderem sind Abende im Theater Kuckucksheim in Heppstädt und im Dehnberger Hoftheater geplant. Wer will kann uns buchen, sagen wir mal von jetzt an bis 2017, dem 500jährigen Reformationsjubiläum.

Der Januar war der Monat der Variationen. Neben "Aufs Maul gschaud" und meinem Soloprogramm "Kummdmernaham" gab es einen Geburtstagsabend der Ansbacher Kammerspiele, an dem ich mit weiteren Künstlern zu Gast sein durfte, unter anderem mit Gerhard Polt und den Well-Brüdern, Mäc Härder und Keili Keilhofer mit Band. Und auch die Wolfgang Buck Band war Ende Januar zu Gange, und zwar im Live Club in Bamberg und in der Kulturfabrik in Roth.

So, jetzt wisst Ihr, warum hier keine Einträge gekommen sind. War einfach a weng viel los. Aber der Februar und März sind wieder ruhiger, da sind wenige Konzerte, damit wir die CD schön fertig bekommen. Wann sie rauskommt? Ich hab mich einmal festgelegt bei einer CD, die unglücklicherweise "Asu werd des nix" hieß und deshalb mit mindestens 2 Monaten Verspätung herausgekommen ist. Seitdem sag ich den Veröffentlichungstermin erst, wenn nix mehr schiefgehen kann. Wie sachd der Franke, wenns zu gut läuft? "Wer waas, wie des nu nausgehd am End."

Donnerstag, 1.1.15

Euch allen ein gutes und glückliches neues Jahr 2015!

Montag, 17.11.14

Krankenschwester heute auf der Urologie: "Herr Buck, in Ihrm Programm hab ich mich fei scho halme totglachd." Zwei Stunden später: "Ihr Strahl is fei nix berühmds." Naja, besser als wenn sie sich über meinen Strahl totgelacht hätte und über mein Programm gesagt hätte, dass es nix berühmds sei.

Montag, 20.10.14

Die ersten beiden Mitschnitte für die neue Live-CD sind im Kasten. Wir haben am Freitag und am Samstag die beiden Konzerte in der Stadthalle in Haßfurt und im Hubertussaal in Nürnberg aufgenommen. Ein etwas größerer Aufwand als ein normales Solokonzert. 

Bei einem normalen Konzert habe ich meine Bose-Anlage dabei, die einer meiner Assistenten aufbaut, die Lautsprecher stehen schräg hinter mir, so dass ich mich selber gut hören kann. Bei einem Live-Mitschnitt ist diese Lösung aber ungünstig für die Aufnahme. Deshalb haben wir uns entschieden, eine PA von unseren Freunden von Soundhouse zu mieten. 

Das Monitoring für mich haben wir mit meinem In-Ear-System gelöst, so dass wir auf den Aufnahmemikrofonen auf der Bühne selber so wenig Beeinträchtigungen wie möglich hatten. Ungewohnt war nur, dass ich noch nie bei einem Solokonztert mit In-Ear gespielt hatte, sondern nur bei Bandkonzerten. Der ungewohnte Sound und die akustische Abschottung vom Hallenklang und vom Publikum, daran musste ich mich in Haßfurt erst gewöhnen. Dennoch waren die Aufnahmen schon hier so, dass man sicher vieles verwenden kann. 

Beim Nürnberger Konzert fühlte ich mich schon wesentlich vertrauter und freier, und ich denke, man könnte hier schon das komplette Konzert für die CD hernehmen. Bei beiden Konzerten war das Publikum richtig gut dabei und hat nicht gegeizt mit Applaus, Mitsingen, Lachen usw. Ich glaub, es wird eine sehr schöne CD. 

Die Crew hat einen sehr guten Job gemacht: Toni Hinterholzinger als Aufnahmeleiter, sein Assistent Julius Rüggeberger, Christian Storm von der Firma Soundhouse und mein Assistent und Freund Andi Schäfer. Aber wir sind ja noch ein- bis zweimal zu Gange: Am 14.11. in Adelsdorf und vielleicht noch am 21.11. in Feucht.

Ja und noch was anderes: Das Wochenende vorher mit der Wolfgang Buck Band hat sehr großen Spaß gemacht. Mit dem Proben haben wir es diesmal etwas lockerer genommen. Schließlich waren zwei Geburtstage zu feiern, der von Felix und meiner. Von daher konnten wir nur so lange proben, solange der Schweinebraten in der Röhre war. Danach mussten wir uns leider wichtigeren Dinge zuwenden. Die Konzerte in Bad Königshofen und Tauberbischofsheim hat die Band dann wunderbar gespielt, vielleicht gerade deshalb, weil wir es mit dem Proben nicht übertrieben hatten, keine Ahnung. (Aber wann haben wir es schon je mit dem Proben übertrieben?)

Mittwoch, 17.9.14

Die zweitlängste Konzertpause der letzten 20 Jahre liegt hinter mir. Ich hab mir drei Wochen dieser Zeit in Irland vertrieben, dort nebenbei schön langsam meine Finger wieder ans Gitarrespielen gewöhnt, und seit ein paar Tagen kann sich der linke Zeigefinger wieder schmerzfrei und ohne anzuschwellen über die Saiten bewegen. Dass nach fünf, sechs Wochen leider auch meine Hornhaut auf den linken Fingerkuppen so gut wie weg war, hat mein Vergnügen leider etwas geschmälert. Zumal meine kleine Martingitarre, die ich beim Bootsvermieter in Irland deponiert habe, von der Saitenlage her minimal verbesserungsbedürftig wäre. Aber dazu müsste ich sie mal mit nach Hause nehmen, und für drei Wochen gehts schon immer. Des gibbd Grafd in di Fingerle.

Jetzt freu ich mich auf den Start der neuen Saison. Es geht gleich los mit einem kleinen Highlight: Ein Benefizkonzert am Samstag für den Hausenhof bei Neustadt/Aisch, zu dem sich vier fränkische Künstler und Quadratschädel zusammengetan haben: Der Schauspieler und Figurentheaterspieler Stefan Kügel, der Lyriker und Theaterautor Helmut Haberkamm, und die beiden Singer/Songwriter Johann Müller und ich. Das wird bestimmt schön.

Dann gehts mit Konzerten Schlag auf Schlag, und vor allem drei bis vier davon haben es in sich: Sie werden nämlich mitgeschnitten, weil ich gerne eine neue Live-CD herausbringen möchte. Es sind die Konzerte am 17.10. in Haßfurt, 18.10. in Nürnberg, 14.11. in Adelsdorf und, falls wir noch Material brauchen, am 21.11. in Feucht. Und wenn alles gut läuft kommt dann 2015 die neue CD, momentaner Arbeitstitel "Kummdmernaham", aber vielleicht heisst sie dann auch anders, schaumermal.

Mittwoch, 23.7.14

So, der Knochendoktor hat mir heute einen schönen Gips an meiner linken Hand verpasst, weil ich mir gestern den daselbst befindlichen Zeigefinger gebrochen habe. Das ist zum Glück kein Beinbruch. Aber der Gips muss 3 Wochen bleiben, und dann dauerts vielleicht so 2 Wochen, bis die Fingerle wieder über die Saiten flitzen können. Was bedeutet das? Eine verlängerte Sommerpause von heute an bis zum 20.9. Die Konzerte in Lindenberg, Hebsack, Bayreuth, Parsberg und Pottenstein musste ich absagen. Für die Teufelshöhle in Pottenstein gibt es schon einen Nachholtermin, nämlich den 4.10. Und warum das alles? Weil der Wolfgang Opa a weng zu hastig reagiert hat, wie ihm sein Enkel Milo beim Huckepacktragen vom Rücken runtergerutscht ist. Schönen Sommer euch allen. Tröstet euch über die konzertfreie Zeit mit der Wiederholung von "Aufgspuit!" am 8.8. im Bayerischen Fernsehen, so um 23:25h rum - Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Wolfgang Buck, noch mit unkaputtem Zeigefinger.

Samstag, 5.7.14

Wie vorausgesehen: Die WM entpuppt sich wieder mal als Kulturfeind Nr.1. Alle 4 Jahre sinken die Zahlen der Konzertbesucher in Galaxien, in denen nie ein Mensch zuvor gewesen ist. 

Meistens rufe ich am Montag die Veranstalter des kommenden Wochenendes an, um mit ihnen so letzte organisatorische Fragen zu besprechen. Und diesmal waren es gleich zwei Veranstalter, die einigermaßen frustriert waren, dass erst 20 Karten im Vorverkauf weg waren, Würzburg und Theilenhofen. Solche Vorverkaufszahlen hatte ich bei einem fränkischen Konzert schon seit Jahren nicht mehr.Das deckt sich mit meiner Erfahrung, dass man alle vier Jahre von Anfang Juni bis Mitte Juli eigentlich keine Konzerte veranstalten sollte, nicht einmal an den spielfreien Tagen. 

Wir haben in beiden Fällen erwogen, abzusagen, haben aber dann doch beschlossen, noch ein paar Tage zu warten. In Würzburg kamen dann doch 60 Leute. Und es war ein wunderbarer warmer Sommerabend mit einem wunderschönen Ambiente, ein Abend, der definitiv mehr Leute verdient hätte. Aber hertragen können wir die Leute halt auch nicht. Naja, und Theilenhofen schaut mittlerweile von den Zuschauerzahlen wesentlich besser aus als Würzburg. Und Leute und Leutinnen, jetzt haben wir das Konzert schon auf 21h terminiert, damit man um 18h in Ruhe Argentinien-Belgien schauen kann, sogar mit Verlängerung und Elfmeterschießen (naja, nicht wegen ARG-BEL haben wir das gemacht, sondern wenn Deutschland Zweiter geworden wäre in der Gruppe, wäre das das Viertelfinalspiel mit deutscher Beteiligung gewesen). Ihr müsst also eigentlich nur auf Niederlande-Costa Rica um 22h verzichten. Ist das Spiel so wichtig? 

Und am Sonntag, Bad Aibling? Kapierts mal! (Rüttel, Rüttel) Da ist spielfrei!

Montag, 26.5.14

Nach einem sehr konzertintensiven Mai hab ich jetzt entspannte Wochen vor mir. Meint ihr wohl, ich gebe Konzerte, wenn ich stattdessen Fußball schauen und ein paar Tage auf elsässischen Kanälen rumschippern kann, bevor dort wieder der Franc eingeführt wird? Außerdem ist unsere Terrasse neu lärchenbedielt worden, da müssmer a weng Terrassenkärwa feiern. Ja und natürlich Vorkärwa, Nachkärwa und Nachnachkärwa. 

Nein, doch, aweng was mach ich im Juni schon, die beiden Nachholkonzerte in Rohr und Aufseß, und Ende Juni in Neunkirchen und Segnitz - aber mehr auf keinen Fall!

Sonntag, 25.5.14

Vor dem gestrigen Abend, dem festlichen Empfang des Landesbischofs zum 70. Geburtstag von Friedrich Schorlemmer, hatte ich im Vorfeld ganz schön Bammel. 

So viel Prominenz. Prominenz im positven Sinn, also keine selbstverliebte Sternchen oder Medienpromis oder aalglatte Politiker, sondern durch die Bank Leute, die nachdenken können und das auch ausdrücken können, die intellektuell und sprachlich Freude machen. 

Allen voran natürlich Friedrich Schorlemmer himself, dessen Biografie mich in den letzten Wochen sehr gefesselt hat. Aber auch Heinrich Bedford-Strohm, Antje Vollmer, Fulbert Steffensky, Hubert Weiger, dann doch noch ein Politiker, Gregor Gysi, aber auch viele Weggefährten und -innen aus Ost und West. Also kurz: Soviele sprachgewandte und denkgewohnte, aber nicht des Fränkischen mächtige Menschen. Ob das hinhaut? 

Kurz: es hat, und es hat obendrein großen Spaß gemacht. Antje Vollmer hat mich schon zwischenrein einfach mal drücken müssen, und auch Friedrich Schorlemmer hats augenscheinlich wachen Blickes sehr genossen, wie auch das ganze Publikum. Es war einfach schön. Und heute ist mein Blutdruck wieder niedriger als die letzten Tage.

Samstag, 16.5.14

Was ich momentan sehr bedenklich finde: Überall sind die Vereinfacher, Populisten, Vertreter autoritärer "Lösungen" auf dem Vormarsch: Frankreich, Ungarn, Österreich, Niederlande, Russland, Türkei. 

Bei uns geht es noch, wenn man die politischen Verhältnisse anschaut. Aber das Eis ist dünn. Die paar glatzköpfigen Nazis konnte man noch nie ernst nehmen, die sind gewaltbereit, üben Terror aus, aber haben keinen Zugang zu den Köpfen der Leute. 

Schlimmer finde ich die "Das wird man doch noch sagen dürfen"-Koalition der Homophoben, Anti-Euro-Demagogen, Anti-Gutmensch-Chauvinisten, militanten Anti-Genderisten, Frauenfeindlichen, Sarazins und Pirincis, penisfixierten Rapper, Kopf-ab-für-Kinderschänder-Idioten, Vor-angeblichen-Sozialschmarotzern-vom-Balkan-und-aus-Afrika-Warnern, Weltverschwörungstheoretikern und sonstigen Sprücheklopfern und Wirrköpfen, die zwar ihren Mund aufreißen, aber nicht zuhören können oder nachdenken wollen und von daher diskursunfähig sind. 

Ich glaube, wir, die Bürgergesellschaft, werden unseren Helm fester binden müssen, um uns gegen diese Invasion der Blödmänner zur Wehr zu setzen und ihnen zu sagen: Ihr seid nicht die Mehrheit.

Donnerstag, 3.4.14

3 Konzerte abgesagt: Heute Kulmbach, morgen Rohr, übermorgen Aufseß. Für Kulmbach gibts einen Ersatztermin: 10.4. Für Aufseß auch: 6.6. In Rohr wird es vermutlich auch einen geben. Irgendein Darmvirus inklusive Erkältung, Schüttelfrost, Dröhnschädel und Muskelschmerzen. Naja, werd scho widder wern.

Mittwoch, 26.3.14

Leffd! Also das neue Programm mein ich. 

Wie immer bei einem neuen Programm: In Kronach hab ich noch schwer mit der Tücke des Programms gekämpft. "Ah Moment, welche Gitarre nehm ich etz. Was für ein Song? Ist der etz mit Ansage oder spiel ich den einfach so ohne Überleitung. Oh, da sitzen ja Leute. Was machen die für Gesichter? Gefällts denen?" 

Nach der Premiere noch mal am Programm arbeiten. Langsam merk ich, wenn ich mir so zuhör, was ich mit meinem Programm überhaupt sagen will. So wie bei dem bekannten Spruch: "Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage." Jetzt kann ich auch auf Interviews antworten: "Was wollen Sie mit Ihrem neuen Programm sagen, was ist die Grundaussage?" Ein paar Liedansagen passen aber noch nicht so. 

Dann in Dehnberg, Stegaurach und Ansbach mit leicht verändertem Programm schon viel mehr Entspanntheit und Lockerheit. Aber da gibts noch zwei Stellen, da hängt das Programm noch ein wenig durch - in der ersten Hälfte des ersten Sets und in der Schlussphase des zweiten Sets. Also noch mal Songs umgestellt, einen Song hereingenommen, einen rausgeschmissen, neue Anschlüsse gebaut, weil die Überleitungen ja nun nicht mehr passen. 

Und siehe da: Bayreuth, so kammers lassen. Die Bestätigung dann noch in Erlangen bei einem nicht-öffentlichen Konzert: Etz bassd di Woär. Etz könnder kumma. Was nicht heißen soll, dass die Leute bei der Premiere minderwertige Qualität bekommen haben, denn die hatten das Privileg, mich bei einem Haufen Fehlern zu ertappen - wahrscheinlich haben die meisten gar nichts davon bemerkt - und mich schwitzen zu sehen.

Dienstag, 11.3.14

Das neue Programm steht seit letzter Woche, aber es gab in den letzten Tagen noch viel zu feilen und zu schleifen. Wie vor jeder Premiere die große Unsicherheit: Einerseits weiß ich, dass da wieder ein paar richtig gute neue Songs dabei sind. Andererseits machen gute Songs alleine noch kein gutes Programm, auch die Liedansagen sind es nicht. 

Sondern das richtige Gefühl dafür, wann muss ich Gas geben, wo will ich das Tempo drosseln. Wo will ich das Publikum zum Lachen bringen, wo will ich Ernsthaftigkeit und auch Rührung hineinbringen. Kurz: Stimmt die Dramaturgie und das Timing. 

Da hab ich zwar im Vorfeld schon ein Gefühl dafür, aber ich werde es erst wissen, wenn die ersten Konzerte laufen und ich die Gesichter der Leute sehe. Naja, von daher: Wieder mal Lampenfieber, Unsicherheit, aber auch Vorfreude und Selbstvertrauen. Übermorgen in Kronach gehts los, dann Dehnberg, dann Stegaurach, und dann werd ich wissen, ob ich noch was ändern muss (was eigentlich bei fast allen Programmen bisher der Fall war). 

Aber das ist ja gerade auch das Schöne, dass das was ich mache, alles nicht in Stein gemeiselt ist, sondern eine Spielerei, ein Ausprobieren und Spaß haben. Und dass zumindest das Dehnberger Hoftheater und der Gutmann am Dutzendteich schon seit Tagen und sogar Wochen ausverkauft sind (aber auch die anderen Konzerte gut vorverkauft sind), zeigt mir: da gibt es einen Haufen Leute, die sich genauso drauf freuen, wie ich.

Donnerstag, 27.2.14

Drei heutige Beispiele in der SZ bzw SZ-Online, warum mir dieser Bayern-München-Narzismus auf den Senkel geht:

1) Der Frankfurter Mittelfeldspieler Sebastian Rode verletzt sich und fällt für den Rest der Saison aus. Für die SZ ist vor allem wichtig: "Was die Verletzung für einen möglichen Wechsel zum FC Bayern bedeutet, ist offen."

2) Die Basketballer von Bayern München verlieren gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück. Boah, Wahnsinn! Wer hätte das gedacht, dass Bayern schlagbar ist? Trainer Pesic schlägt Alarm. Leute, ihr müsst einfach bei Alba Berlin, den Brose Baskets Bamberg und in Ulm, Quakenbrück und sonstwo weiterhin gute Spieler oder wie in Berlin halbe Mannschaften wegkaufen! Machts halt wie die Fußballer, die Kohle ist doch da. Nur so werdet ihr euer Ziel erreichen: Nie mehr zu verlieren!

3) Schalke verlor gestern gegen Real Madrid 1:6. Sofort geht bei der SZ die Diskussion los: Könnte es sein, dass wir doch nicht die beste Fußballmannschaft der Welt sind, sondern dass zumindest Real Madrid...? Ich würde sagen: Real Madrid und Paris St. Germain (4:0 gegen Leverkusen) haben aufgedeckt, dass Bayern in der Bundesliga die ernstzunehmenden Gegner ausgegangen sind, und dass Dauersiege gegen Schalke, Wolfsburg, Leverkusen vielleicht doch nicht der Maßstab sind. Die jahrelange Einkaufspolitik von Uli Hoeneß, den Konkurrenten die besten Spieler wegzukaufen, haben in der Bundesliga Früchte getragen, mittlerweile steht auch Dortmund nicht mehr auf Augenhöhe. Wen interessiert noch ernsthaft, wer Meister wird? In Zukunft machen es vielleicht immer mehr Trainer wie Armin Veh: Einfach die B-Mannschaft gegen die Bayern spielen lassen, die Punkte von vorneherein herschenken und Kräfte sparen. Interessant ist der Abstiegskampf und der Kampf um die Plätze 2-6, sorry, Bayern. Und Bayern kann sich weiter fragen, wenn eines Tages keiner mehr mit ihnen spielen will: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Wer allerdings die Schönste weltweit sein möchte, und zwar auf Dauer und ohne Niederlagen, müsste halt auch noch den Ronaldo, den Bale und den Benzema kaufen. Dann wirds erst langweilig!

PS: Nehmt dies hier alles nicht zu ernst, es ist nur Sport.

Sonntag, 23.2.14

Gestern hab ich zum letzten Mal mein Programm "Genau underm Himml" gespielt. Es war ein schönes Konzert in der Sommerhauser Kirche, wunderbare Akustik und ein sehr gutes Publikum. Jetzt werden die Songs in Packpapier eingewickelt und in Kartons auf dem Dachboden verstaut. Beim Einpacken schau ich mal, von welchen ich mich noch nicht trennen kann, so dass sie auch im neuen Programm noch mal dabeisein dürfen. Aber nicht zu viele, weil es muss ja Platz für die neuen Songs sein und ein paar Songs vom Dachboden freuen sich darauf, wieder mal ausgewickelt zu werden. Jedenfalls hab ich jetzt zweieinhalb Wochen Zeit, "Kummdmernaham" zusammenzustellen und zu proben. Bis zur Premiere am 13.3. in Kronach.

Dienstag, 4.2.14

Na wie immer. Der Wolfgang schiebt die Arbeit vor sich her, bis es nimmer anders geht. Aber jetzt purzeln die neuen Songs endlich rein. Das ist wie wenn du einen See anstaust. Es dauert ziemlich lang, bis das Wasser hoch genug ist, aber irgendwann läuft er dann halt doch über. Ist ja auch nur noch 6 Wochen bis zum Start des neuen Programms "Kummdmernaham".

Sonntag, 19.1.14

Gestern abernd ein schönes Konzert im Spessart gespielt, in Rück bei Elsenfeld. Toll, dass der DJK Rück-Schippach 180 Leute mobilisiert hat. Das macht Spaß, wenn man weit fährt, und die Bude ist voll. 

Letztes Wochenende in Oberbayern waren zwar die Zuschauerzahlen nicht so toll, aber die Konzerte in Freising und Grafing waren einwandfrei, und die, die da waren, waren guter Stimmung. Blöd bloß, dass mir auf der Heimfahrt von Grafing die Heckscheibe meines Autos ohne erkennbare Fremdeinwirkung geplatzt ist, wahrscheinlich gab es schon eine kleine beschädigte Stelle und die Temperaturunterschiede zwischen außen und innen haben für den Schaden gesorgt. Der Pannendienst hat das entstandene Loch schön verklebt, so dass Andi und ich mit 100km/h nach Hause zockeln konnten und wir dann doch nachts um drei zuhause waren. Komisch, dass meine Autopannen immer in Oberbayern passieren (siehe Eintrag vom 19.6.13). 

Das hat vermutlich nichts mit den Oberbayern zu tun, denn zwei besonders nette Kollegen von dort hab ich am Donnerstag in Coburg bei ihrem wunderbaren Konzert besucht - Werner Schmidbauer und Martin Kälberer. Es war ein sehr schöne Abend mit Liedern, die sehr unter die Haut gingen. 

Heute ist ein freundlicher heller Tag. Unsere 16-Jahre-alte, nun schon ziemlich graue Katze Polli, die schon vor 13 Jahre für "Echdzeid" lyrisches Modell gestanden hat, sitzt gerade an der Stelle im Wohnzimmer, wo die Sonne am schönsten hinscheint, und leckt sich die Krallen und reckt und streckt sich - so kann Glück im Alter ausschauen.

Mittwoch, 8.1.14

Nachträglich euch allen ein gutes neues Jahr, viel Glügg und bleibt xund. Ich schreibe an meinem Programm "Kummdmernaham", hab schon ein paar neue Songs geschrieben und überlege mir, welche älteren Songs ich mal wieder aus dem zeitlichen Ruhestand zurückholen kann. Ich bin immer wieder erstaunt, dass einige Lieder, die ich länger nicht mehr gespielt habe, immer noch wahr sind und ihre Kraft entfalten. Mal schauen, wo meine Lust hinläuft und was ich so aus meinem Weiher schöpfe. "Kummdmernaham" wird also, wie immer, auf eine Mischung hinauslaufen: Ein Teil neue Songs, ein Teil Songs, auf die ich wieder mal Lust habe und ein Teil Songs aus "Genau underm Himml", von denen mir der Abschied noch gar zu schwer fällt. Das Gebräu wird euch bestimmt schmecken.

Freitag, 20.12.13

Hier unter diesem Link findet ihr die Sendung "Liederladen", die am 14.12. im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde: "Musikalische Weltreisen in die Provinz". Der oberfränkische Songpoet Wolfgang Buck. Sehr schöner Beitrag von Fabian Elsäßer. Eine Stunde lang über mich, das freut mich sehr: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/12/14/dlf_20131214_0905_cc543a32.mp3

Freitag, 29.11.13

Am Sonntag halt ich wieder mal einen Gottesdienst, und zwar am 1.12., 1. Advent um 9:30h in der Ev.-Luth. Matthäuskirche in Bamberg-Gaustadt. Gerade ist die Predigt fertig geworden. Und in der Adventszeit bin ich dann gleich nochmal dran, nämlich in Dietenhofen am 4. Advent, 22.12., um 10 Uhr.

Montag, 28.10.13

Neuer Trainer beim Club, neue Hoffnungen keimen auf. Er bringts auch analytisch gut auf den Punkt: Die Clubspieler müssen wieder mehr Fußball spielen. Das seh ich auch so, und eine gute Analyse ist schon der erste Schritt zur Besserung. 

Man könnte zur Zeit Lieder schreiben, die Themen drängen sich auf. Nur: es bleibt einem die Spucke weg und mir fehlen tatsächlich die Worte.

Schon allein die Bespitzelungsaffäre durch den NSA und den britischen Geheimdienst übertrifft die schlimmsten Phantasien und man erkennt, dass sich da eine Krake um den Erdball windet, die alle Maßstäbe verloren hat und nur die Regeln akzeptiert, die sie sich selber setzt. Ich versuche mich gegen meine inneren Verschwörungstheorien (Finanzkapitalismus, Industriespionage) rational zu wehren, aber mein Verstand sagt mir: Das was du befürchtest, sind keine dunklen Ängste, sondern es scheint Realität zu sein. Snowden sollte Asyl in Deutschland bekommen, aber niemand traut sich, der USA offen zu widerstehen. Ich schäme mich für das schäbige Verhalten der Europäer gegenüber Snowden. Und den Nobelpreis für Obama gab es für heiße Luft und niemals eingelöste warme Versprechen. NSA, Guantanamo, Ermordung von Zivilisten durch Drohnen - das ist das Land, das uns nach dem Krieg Demokratie gelehrt hat! 

Die dunkelhäutigen Menschen, die an unserer Südküste im Meer ertrinken. Die Schreckensparolen von Innenminister Friedrich, man könne schließlich nicht "Millionen" von Flüchtlingen aufnehmen - als ob die kommen würden. Die Umbenennung von "Fluchthelfer" (1989, innerdeutsch) zur "verbrecherischen Schlepperbande" (2013, europäisch) und die Änderung der Bezeichnung "Todesmauer" (1989, innerdeutsch) zu "Sicherheitseinrichtungen an der europäischen Südgrenze" (2013) zeigen, dass die Würde des Menschen doch antastbar ist, sobald keine sächsisch sprechenden Menschen, sondern Afrikaner an der Tür klopfen. Ich weiß, dass es keine Lösung ist "alle" hereinzulassen. Aber es ist auch keine Lösung, sie absaufen zu lassen. Und viel zu wenig wird in den Nachrichten erwähnt, dass es wir Industrienationen sind, die die Fanggründe vor den afrikanischen Küsten leerfischen, die die Bodenschätze ausbeuten, korrupte "Eliten" unterstützen, mit subventionierten landwirtschaftlichen Produkten aus Europa die örtlichen Märkte kaputtmachen. Die Geschäfte machen wir gerne, nur die Menschen stören uns ein wenig. Werner Schmidbauers Song "Süden" sagt da schon ein paar Wahrheiten.

Mir fallen zu all diesen Themen bislang keine Texte ein. 

Ja, und dann die Bundestagswahl. Nichts, was einen Song inspirieren würde: Die Grünen haben mit Recht eins auf die Mütze bekommen, dabei bräuchten wir jetzt eigentlich starke Grüne. Und ich ärgere mich, dass eine Partei, die nach der baden-württembergischen Wahl und nach Fukushima endlich in der Mitte der Gesellschaft und auch bei all den aufgeklärten Bürgern angekommen war, auch bei den konservativ denkenden, denen es um Verantwortung für kommende Generationen geht, dass diese Partei in einer Aufwallung alter Klassenkämpferreflexe auf jämmerliche Weise verspielt hat mitzubestimmen. Die Grünen hatten ein Alleinstellungsmerkmal, der Ruck nach links war absolut kontraproduktiv - ich meine damit nicht die absolut notwendige Gerechtigkeitsdebatte und die Frage des Mindestlohns, sondern die Steuererhöhungsdebatte und alles was damit zu tun hatte. Da ist halt dann doch wieder mal der alte Impuls hochgekommen, dass man es eh besser weiß, als die Leute selbst, wie sie zu leben haben. Ich fühle mich politisch heimatloser denn je, und gerade jetzt, wo Hannelore Kraft zur Verteidigung der Kohleindustrie und von RWE Anlauf nimmt und Merkel in Brüssel im Namen von BMW, Daimler, Porsche und Audi die Abgasnormen sabotiert, jetzt, wo es um Klimawandel und Energiewende geht, sind die Grünen aus eigener Schuld zu schwach, um noch was zu machen. Oder wie es der neue Clubtrainer Verbeek formuliert hätte: "Sie haben viel Energie aufgewendet, um den Ball zu bekommen, aber ihn wieder zu schnell verloren." Von der SPD erwarte ich zum Punkt Klimawandel nichts, von Merkel auch nichts, und die Grünen haben es leider versemmelt. Auf die bin ich echt sauer. Aber wenigstens gut, dass sich die Helden der FDP nun nach einer Anschlussverwendung umschauen müssen. Ja, auch die Bundestagwahl hat ihre schönen Seiten. 

Ach, noch was Gutes: Ich mag Franziskus, den neuen Papst. Und obwohl ich evangelisch bin (was heisst das jetzt schon wieder, "obwohl") bete ich für ihn, möge Gott ihm ein langes Leben geben und einen langen Atem. Der kriegt von mir mehr Vorschusslorbeeren, als Obama je verdient hat und verdienen wird. Das wärs ja, einen Song für Franziskus... Aber soweit geht die Ökumene etz auch widder ned.

Donnerstag, 12.9.13

Die Sommerpause ist vorbei. Hinter mir liegen seit dem Konzert am Bardentreffen 7 Wochen ohne - ohne auf der Bühne zu stehen. Zu meinen Vorsätzen vom 3.8.: Bootfahren und Müßiggang haben geklappt. Steuererklärung und Songwriting nicht so. 

Stattdessen hab ich diesen Sommer wieder mal ausgiebig Konzerte besucht - Glen Hansard im Erlanger E-Werk, Schmidbauer/Kälberer & Niedecken im Nürnberger Serenadenhof, "Die Zöllner" auf dem Bardentreffen, Helge Schneider in Schloss Tambach - und hab mich drüber gefreut, welch ausgezeichnete Musik die Kollegen machen.

Danach waren wir dann wie jedes Jahr auf den irischen Wasserstraßen unterwegs. Wir sind mit unserem Mietboot in der wunderbaren Seen- und Insellandschaft am Lower Lough Erne in Nordirland gestartet und sind dann in zweieinhalb Wochen über den Erne, den Shannon-Erne-Waterway und den Shannon bis hinunter nach Athlone geschippert, und das Ganze wieder gemütlich zurück.

Mittlerweile hat sich diese Landschaft tief in unsere Seelen eingegraben, so dass wir uns dort zuhause fühlen, jede Flussbiegung, jede Selbstbedienungsschleuse kennen, aber auch die Innenansichten der Städtchen und Dörfer und die Bootsanleger an den einsamen Inseln. Dieses Jahr gab es soviele Eisvögel entlang der Strecke wie noch nie, das Wetter war durchwachsen wie immer, und die Iren waren angenehme Zeitgenossen. Guinness schmeckt mir immer noch nicht, drum hab ich am Abend meiner Rückkunft gleich auf dem Greifenklau-Keller am Laurenziplatz ein Wieder-daheim-Seidla trinken müssen.

Dem Krankenhaus in Cavan hab ich ein paar kleinere Nierensteine geschenkt, ein paar Stunden vorher wusste ich gar nicht, dass ich sowas habe, aber innerhalb von wenigen Minuten hab ich erlebt, welchen "terrible pain" sie verursachen können, wenn sie sich von der "kidney" aus auf die Wanderschaft durch die "tubes" begeben. 24 üble Stunden, aber dann war wieder alles gut, Gott und dem Emergency Doctor sei Dank. (Letzterer hatte große äußere Ähnlichkeit mit dem adipösen, depressiven, trinkenden und spielsüchtigen Kettenraucher Fitz aus der britischen Krimiserie "Für alle Fälle Fitz", gespielt von Robbie Coltrane, aber sein absolut beruhigendes "I promise, you won`t" hat mir in dieser Nacht neben dem starken Schmerzmittel die Angst vorm Sterben genommen.)

So jetzt aber zum Musikalischen: Es geht wieder los und ich freu mich auf die vielen Konzerte in nächster Zeit. Es wäre schön, wenn viele kommen würden. Ich freu mich drauf, und am Samstag geht es los in der Oberpfalz in Parsberg. Schön, dass diesmal auch ein paar Konzerte in Bayern (das ist für mich Ober-, Niederbayern und Oberpfalz :-)) dabei sind:  Parsberg, Straßkirchen bei Passau, München-Schlachthof, Neumarkt, Freising, Traunstein. Ich hoffe, dass da möglichst viele Leute kommen, damit wir, also ich und die für mich da buchen (Wolfgang und Basti von der Konzertagentur Friedrich), auch weiterhin gegenüber den Veranstaltern dort die Argumente auf unserer Seite haben.

Samstag, 3.8.13

Viele viele CD-Bestellungen nach der Aufgspuit-Sendung. Viele sehr liebe Mails. Und heut abend geh ich zum Helge Schneider seinem Konzert in Tambach, werde die nächsten 6 Wochen, so wie es ausschaut, mit Bootfahren, Steuererklärung, Liederschreiben und Müßiggang verbringen (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, und die Gewichtung der einzelnen Elemente ist auch noch unsicher).

Mittwoch, 24.7.13

Nicht vergessen: Übermorgen am Freitag den 26.7.: "AUFGSPUIT!" - Wolfgang Buck zu Gast bei Werner Schmidbauer & Martin Kälberer. Bayerisches Fernsehen. 23h-0:30h. Wir haben das Konzert im Juni im Lustspielhaus in München aufgezeichnet und nun wird es gesendet! http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/aufgspuit/wolfgang-buck-aufgspuit-100.html

Montag, 15.7.13

Es sind die Wochen der Spezialkonzerte. Am Freitag in Gräfenberg haben mich bei zwei Songs ("Rutsch mier in Buggl roo" und "Wenns nach mir gehd") die Schülerinnen und Schüler des Ganztagsschulprojekts "School-In" begleitet. Schülerband, Lehrerbläsertrio, Schülerchor. Das war sehr schön und hat mir großen Spaß gemacht. Am Tag darauf war ein sehr schönes Sommerkonzert bei schönstem Sommerabendwetter im Innenhof der Neu-Ulmer Erlöserkirche mit aus Mittelfranken importierten Bratwürsten und Bier. Am nächsten Früh hab ich dort dann noch im Gottesdienst mitgeholfen und über die biblische Geschichte von der Speisung mit Manna in der Wüste gepredigt. Jetzt befinde ich mich so langsam auf der Zielgerade vor der 7-wöchigen Konzertpause. Noch drei Konzerte. Am kommenden Freitag in Bamberg im Innenhof der Unversität. Leute, es ist gutes Wetter vereinbart, also es wird ein wunderbarer lauschiger Sommerabend. Am Samstag dann ein Konzert in Winkelhaid. 

Und am Freitag, den 26.7., der krönende Saisonabschluss: Um 21h zur besten Zeit spielt die Wolfgang Buck Band auf dem Bardentreffen in Nürnberg, und zwar am Sebalder Platz. 

Ja, und wenn Ihr jetzt meint, dass der Buck schon ein fauler Kerl ist, wenn er 7 Wochen Urlaub macht... Dann habt ihr nicht gscheit hingehört, ich hab gesagt "Konzertpause". Beruhigt euch also, die Hälfte wird Urlaub sein, die andere Hälfte mal wieder hinsetzen und versuchen, ein paar Songs zu schreiben, aber da weißmer nie, ob einen die Muße küsst. Aber irgendwie geküsst werd ich schon, wenn nicht von der Muße, dann ...

Mittwoch, 19.6.13

Da liegen jetzt aber zwei bis an den Rand gefüllte und wunderbare Wochen hinter mir! Ich hab ja schon von den Proben mit Werner Schmidbauer und Martin Kälberer erzählt. Auch die beiden Solokonzerte in Neutraubling und Schweinfurt haben wie gesagt einen riesigen Spaß gemacht. 

Am letzten Dienstag dann die Fahrt nach München ins Lustspielhaus. Und was passiert? Kurz nach dem mittelfränkisch-oberbayerischen Schlagbaum streikt mein guter alter Ford SMax, der mich bisher immer brav und treu überall hingefahren hat. Motorleistung fällt ab, blaue Wolken hinten raus, Ende der Dienstfahrt (ich sag etz nichts Böses über mein Auto, weil das hat bisher in sieben Jahren noch nie Scheiß gebaut). Ihr könnt Euch denken, wie ich innerlich in Panik war. Ich hab gleich den Pannendienst angerufen, den Werner in München benachrichtigt. Er und die Redakteurin sind cool geblieben und haben gesagt, dass wir einen komfortablen Zeitplan haben, also kein Stress. Trotzdem: 40 Leute vom BR warteten auf mich und ich komm nicht weiter, schöne Scheiße. Dann haben wir kurz überlegt, dass von München ein Auto vom BR startet, aber das haben wir verworfen. Nach einer knappen Stunde kam das Abschleppauto, hat uns aufgeladen und zur nächsten Werkstatt gefahren. Zum Glück gab es da gleich einen Leihwagen. Ich war froh, dass meine beiden Helfer Andi und Benedikt dabei waren, die die Instrumente und das Equipment umgeladen haben, während ich den Papierkram erledigte. Naja, und dann waren wir doch mit nur einer Stunde Verspätung in München. 

Und von da an ging dann alles easy: Sehr nette und kompetente Crew, und abends beim Konzert waren die ganzen Wirrungen des Tages vergessen und ich war im Hier und Jetzt. Ich hab eigentlich keine Sekunde mehr meine Gedanken an die Fernsehsituation verschwendet - weißt schon: das erste Mal, dass ich wirklich live und in voller Länge meine Songs im Fernsehen spielen darf, huaahh Angst! -, nix von alledem, sondern ich bzw wir habe/n einfach nur Spaß gehabt. Schönes Programm, schöne Gespräche mit dem Werner, von Blödsinn bis Tiefsinn. Der Werner hat immer mal Strophen aus meinen Songs auf Bayrisch gesungen, ich hab mich auf Fränkisch in den Momentensammler eingeklinkt, der Martin hat super schön gespielt. Für mich war das Highlight "Rutsch aweng her" mit Hang, Flügel und 2 Akustikgitarren. Kurz: freut euch auf die Sendung am Fr 26.7. abends um 23 Uhr bis 0:30h im Bayerischen Fernsehen - "Aufgspuit" mit Schmidbauer, Kälberer und mir. 

Das heißt: Kommt an dem Freitag erstmal um 21 Uhr zum Bardentreffen, da spielt die Wolfgang Buck Band von 21-23h an der Sebalduskirche. Also DVD-Rekorder programmieren und dann aufs Bardentreffen. 

Das war dann übrigens nach dieser immens adrenalinfördernden Aufgspuit-Erfahrung gleich nochmal ein Highlight: Die Wolfgang Buck Band am letzten Donnerstag und Freitag open air in Forchheim und in Tiefenellern. Nach dem Ausflug in die für mich faszinierende fremde Welt des Fernsehens gleich nochmal zwei Konzerte, wo ich das Gefühl hatte: Wahnsinn, die Band spielt hammermäßig und trägt mich durch den Abend. Ich hab mich mit den Jungs einfach nur zuhause gefühlt und die beiden Abende genossen. Die Songs von der CD "Genau underm Himml" funktionieren live mit der Band derart gut, nicht zuletzt, weil wir sie ja auch vor gut einem Jahr unter Live-Bedingungen im Studio eingespielt haben. Der Heiner hatte mir auf meine Ohrenstöpsel einen super Sound gezaubert, und es war für mich die volle Wohlfühlaktion. Sogar eine Spinne hat sich so wohl gefühlt, dass sie in Forchheim während eines Songs ihr Spinnenhochseil von meiner linken Schulter zur Gitarre gebaut hat.

Und dann schließlich der Nachklapperer am Samstag solo in Osterburken vor 60 Zuschauern, wieder solo nur mit der Gitarre. Auch das war noch mal wie so ein kurzes letztes ruhiges Stück einer längeren Wanderung, wo du noch mal die Gegend in dich aufnimmst, bevor du zu Hause bist.   

So und jetzt bin ich faul, erledige ein paar seit Wochen liegengebliebene Kleinigkeiten, genieße den Sommer, klopf mir auf die Schulter und liegestuhle verdientermaßen abends auf der Terrasse mit einem Gläschen Rotwein und lass die letzten Tage an mir vorbeiziehen. Der Ford ist übrigens wieder repariert, aber das haben die im Altmühltal doch nicht so gut hingekriegt, da musste meine Bamberger Werkstatt ran. Die können das.

Nur die Jungs, mit denen ich am Samstag in Anwanden einen Auftritt habe, werden es schaffen, mich kurz vom Liegestuhl wegzubringen: Helmut Haberkamm, Winni Wittkopp und Stefan Nast-Kolb, Johann Müller und ich werden da Texte und Songs über das Dorf "Gidderbarri" zur Aufführung bringen. Aber dann gleich wieder in die Horizontale.

Montag, 10.6.13

Die Proben mit dem Werner und dem Martin haben echt viel Spaß gemacht. Es ist wunderbar mit den beiden zu musizieren. Sie waren top vorbereitet und kannten meine Songs nahezu in- und auswendig. Von daher mussten wir nicht lange über Abläufe, Tempi, Grooves, Akkorde usw verhandeln, sondern hatten einfach Spaß am spielen und die Songs zu gestalten. Sehr angenehm. Ich hab für das gemeinsame Konzert morgen in München echt ein sehr gutes Gefühl.

Gestern war es ein sehr außergewöhnliches Konzert: Ich hatte das Programm "Vom Main zum Sambesi" extra für gestern zusammengestellt. In Schweinfurt ist ja momentan die Bayerische Landesausstellung "Main und Meer". Dafür wollte ich auf der Mainbühne an der Disharmonie dieses Konzert mit all meinen Liedern von Flüssen ("Sambesi", "Könichin", "Ohmds an der Reechnitz"), Meeren ("Iebers Meer", "Genau underm Himml"), Weihern ("Di Fresch vom Weiher rieber"), Flußufern ("Saubere Lösung"), Bächen ("Echdzeid") und Badewannen ("Asn Wasser") spielen. Der Main hat sich aber nicht so ausstellen lassen, wie von den Veranstaltern geplant und hat mit seinem Hochwasser einen Strich durch die Rechnung gemacht, die Aufstellung der Schwimmbühne verhindert, so dass ich innen in der schon länger ausverkauften  Disharmonie gespielt habe. Auch hier erst mal Hindernisse beim Soundcheck: der Tonabnehmer meiner 12saitigen Gitarre hat sich störgeräuschtechnisch nicht mit der Oberleitung der deutschen Bahn vertragen. Meine normale Gitarre hat auch noch ein paar Problemchen gemacht, so dass ich ziemlich auf 180 war, als das Konzert begann. Es hat sich aber dann stimmungsmäßig zu einem der intensivsten Konzerte der letzten Jahre entwickelt, dank eines echt entfesselten Publikums. Vor allem die vier Schwestern in der ersten Reihe hatten sich vorgenommen, sich einen schönen Abend zu machen, und deren Stimmung nahm den ganzen Saal mit. Die einzelnen Rezeptzeilen meines Schweinebratensongs wurden mit lustvollem Seufzen und Stöhnen kommentiert. Es hat sich bewahrheitet, was neulich ein Konzertbesucher zu mir gesagt hat: "Wolfgang, "Des vom Scheinebrodn" ist das erotischste Lied, dass du je geschrieben hast." Man braucht nur die richtigen Leute im Publikum, die da drauf einsteigen. Es hat echt Spaß gemacht. Und als ganz viele Leute ohne Aufforderung den Refrain von Echdzeid mitsangen ("Iech sooch hey hey, iech sooch uhuhuhuhuhuh, ned su schnell, sunsd groovts ned"), war es einfach nur noch schön.

Samstag, 1.6.13

Wieder zurück von der oberen Havel. Im Gegensatz zum restlichen Deutschland war nur ein Tag verregnet, der Rest mit angenehmen Temperaturen und nur ab und zu mal ein kurzer Duscher, irgendwie hat das Finnenhoch ein kleines bißchen rübergestrahlt und dem Deutschlandtief Kontra gegeben. Mit dem Boot von Mildenberg bei Zehdenick hoch nach Fürstenberg, Rheinsberg, Mirow, Wesenberg und wieder zurück. Alles sehr gechilled, wenn auch die Erstkontaktaufnahme der Brandenburger Bevölkerung immer noch nicht durchs Grüßen, sondern durch Anweisungen und Imperative geprägt ist. Dit sitzt ürngdwie janz tief drinne, wa. Aber tolle Landschaft. Wo schwimmt schon 20m vor dir bei Regen ein Reh quer durch den Fluss? Wo siehst du beim Vorbeituckern einen Fuchs aus dem Fluss trinken? Es waren wunderschöne 10 Tage.

Übermorgen beginnen zwei turbulente Wochen. Donnerstag und Freitag proben wir beim Martin Kälberer am Chiemsee für das Konzert und die TV-Aufzeichnung von "Aufgspuit" im Lustspielhaus. Samstag dann Konzert in Neutraubling, Sonntag Schweinfurt. Und in der Woche drauf dann am Dienstag München, am Donnerstag und Freitag die Wolfgang Buck Band in Forchheim und Tiefenellern, und zum Abschluss noch ein Solokonzert am Samstag in Osterburken. Danach wieder Durchschnaufen und Erholen.

Donnerstag, 18.4.13

Scho lang nix mehr gschriem. Mein Mund (siehe 13.3.) geht schon wieder weiter auf. Big Mäc passt wieder rein, wenn ich ihn ein wenig zusammenquetsche. Gähnen geht auch wieder. Lachen und Singen sowieso. Aber so wie vorher ist es noch nicht. Wenn ich euch einen Rat geben soll: Macht beim Zahnarzt nie den Mund auf so weit ihr könnt, sondern tut so, als wäre einen halben Zentimeter vorher schon die Grenze erreicht. Dann habt ihr noch Reserve, wenn der Zahnarzt recht aufdrückt und sagt: "A weng gehd scho nu." Es is nämlich echt blöd, wenn man eine Maulsperre hat. Auch wenn der Zahnarzt sagt: "Des werd scho widder." Da kann ich nur sagen: "Der red si leichd." Monatelang zweimal die Woche in die Physio ist zwar von den Gesprächen her ganz nett, aber von den Schmerzen her könnte ich echt drauf verzichten. 

Morgen abend spiel ich im Hubertussaal Nürnberg, übermorgen im Fifty-Fifty Erlangen, beides ausverkauft. Da freut sich der Wolfgang. Auf Morgen freu ich mich besonders, da treff ich den Werner Schmidbauer vor dem Konzert zum Gespräch über die Sendung im Sommer, und er bleibt dann da zum Konzert, weil er bisher nur die CDs kennt. 

Seit zwei Wochen arbeite ich nun doch mit einer Agentur zusammen. Es sind alte Freunde, die mit mir schon viele Gigs veranstaltet haben, die Konzertagentur Friedrich in Rödental, bei denen auch Matthias Egersdörfer, TBC und Hannes Ringelstetter unter Vertrag sind. Sie sollen nun zusätzlich zu meinen Kontakten, die ich mir über die vielen Jahre aufgebaut habe, neue Konzertveranstalter buchen. Wir haben uns gedacht, dass wir den Rückenwind aus der neuen CD und der "Aufgspuit"-Sendung mitnehmen sollten und verstärkt Südbayern angehen sollten, Ober- und Niederbayern, Schwaben und auch die Oberpfalz (aber nicht sklavisch darauf beschränkt). Erste Buchungen haben sich schon ergeben: München-Schlachthof, Freising, Traunstein. Weitere Termine sind im Gespräch. Natürlich kann man mich weiterhin kontaktieren und die Konzerte mit mir direkt ausmachen. Aber gerade die Kontakte der Konzertagentur Friedrich zu den professionellen Bühnen im Land sind schon ausgezeichnet. Ich freu mich sehr auf die wie ich jetzt schon merke sehr angenehme Zusammenarbeit.

Mittwoch, 20.3.13

Obwohl die Ticketnummer irgendwie falsch war, waren die 30 Tickets am Montag gleich weg. Hier noch mal die richtige Telefonnummer des Lustspielhaus, wo Ihr ab 1.4. (andere Informationen ab 2.4.) regulär Tickets ordern könnt: 089-344974 (unten hab ichs auch ausgebessert) bzw www.lustspielhaus.de ..

Samstag, 16.3.13

"Aufgspuit!" - Werner Schmidbauer & Martin Kälberer mit Wolfgang Buck am 11.6.13 in München im Lustspielhaus. Tickets: Hier ein heißer Tipp für alle, die da unbedingt dabei sein wollen: Es gibt ab kommenden Montag, 18.3., ein auf 30 Tickets begrenztes Kontingent für alle meine Freunde und Interessenten, die meinen Rundbrief beziehen oder mich auf Facebook geliked haben oder hier mein Tagebuch lesen. Ihr müsstet im Lustspielhaus unter der Nummer 089-344974 anrufen, die Tickets kosten 32,- Euro. Wer nicht zum Zug kommen sollte: Der reguläre Vorverkauf beginnt am Ostermontag, den 1.4. (des is etz abber fei kein Abrilscherz), in der Früh. ich sag das deshalb, weil ich gehört habe, dass die Tickets für "Aufgspuit!" immer schnell weggehen. Tickets dann ebenfalls im Lustspielhaus unter der Nummer 089-344974. Ob auch online, weiß ich im Moment noch nicht. 

Mittwoch, 13.3.13

Es geht weiter mit den außerfränkischen Erlebnissen: Am Wochenende habe ich eine Einladung zu einer besonderen Veranstaltung bekommen. Der Werner Schmidbauer hat mich angerufen und mich zu seiner Fernsehsendung "Aufgspuit!" eingeladen. Ich fühle mich sehr geehrt, weil da bisher eine Ehrfurcht einflößende Ahnengalerie am Start war: Konstantin Wecker, Hans-Jürgen Buchner (Haindling), Wolfgang Niedecken und viele viele andere tolle Leute. Und ich fühle mich nicht nur geehrt, sondern ich freu mich auch rein menschlich und musikmäßig drauf, denn mit Werner Schmidbauer und Martin Kälberer werde ich da zwei wunderbare und einfühlsame Musikerkollegen an meiner Seite haben. Das wird schön! Das Live-Konzert wird am 11.6. im Lustspielhaus in München sein, und die Ausstrahlung im Bayerischen Fernsehen am 26.7. abends um 23h.

Ja, und dann ist auch im März mein Song "Frohng ieber Frohng" weiterhin in der www.liederbestenliste.de auf Platz 1. Und noch was Überregionales, aber das darf ich noch nicht verraten. Menno...

Da tritt sogar in den Hintergrund, dass ich seit 6 Wochen meinen Mund nicht gscheit aufkriege. Bei einer Zahnarztbehandlung hat meine linke Kiefermuskulatur total dichtgemacht, auch der Diskus ist nicht mehr genau dort, wo er sein sollte. Aber mit Hilfe eines sehr guten Physiotherapeuten schaff ich schon wieder ein wenig mehr als am Anfang. Anfangs konnte ich ja nur Pommes reinschieben, aber nicht die dicken, sondern die feingeschnittenen von McDonalds. Singen ging zum Glück die ganze Zeit, Mittlerweile bin ich schmerzfrei und kann wieder halbherzig gähnen, aber Big Mäc, Sardinenbrötchen, Apfel und 3 in am Weggla gehen noch nicht. Meinen heutigen (Pferde?)döner (mit allem und mit scharf) hab ich mit Messer und Gabel gegessen.

Ach noch was Lustiges: Beim Konzert am letzten Freitag in Pappenheim hat die Evangelische Landjugend mit mir gewettet, dass ich es nicht schaffe, innerhalb von 20min einen Song für Ihr 60jähriges Jubiläum zu schreiben. Ratet mal, wer die Wette gewonnen hat und wer deshalb nicht im nächsten Vierteljahr bei allen Konzerten mit dem Tretbulldog auf die Bühne fahren muss, sondern wer von der Landjugend ein fürstliches Catering vor jedem Auftritt gewonnen hat? (Naja, ein bis drei Caterings im nächsten Vierteljahr tuns schon auch, da will ich gar nicht so sein, liebe ELJler.)

Sonntag, 24.2.13

Es war ein schönes und anstrengendes Wochenende: Am Freitag eine Veranstaltung im Schloss Ettlingen anlässlich der Ettlinger Mundarttage. Wir drei - Fitzgerald Kusz, Gerhard Falkner und ich - haben den Exilfranken in Baden eine Heimatgänsehaut verschafft, ohne sie frankentümelnd einzuseifen, und auch den eingeborenen Badenern mit wunderbarer Lyrik und fränkischen Songs ein 3-Gänge-Menü zubereitet, das ihnen ziemlich viel "interkulturelle Kompetenz" abverlangt hat, die sie aber spielend nachgewiesen haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit diesen beiden renommierten Schriftstellern auf der Bühne zu stehen und war mir eine große Ehre. Am nächsten Tag sind dann mein Helfer Bernhard und ich weitergefahren nach Niedersachsen. Zwischenstation in Gießen bei meinem Sohn Jan und seiner Familie, (leider nur) kurz die beiden Enkel gedrückt, Kathis geniale Himbeertorte genossen, und dann weiter nach Edemissen, unterwegs mit dem FCN in Stuttgart gebangt und über Feulners Ausgleich frohlockt. In Edemissen in der schönen, kleinen und gut klingenden evangelischen Kirche ein wunderschönes Konzert vor äußerst sprachverständigen und begeisterungsfähigen Niedersachsen gegeben (nun schon zum zweiten Mal, und ich war wieder erstaunt, wie super die Songs im Norden ankommen). Auch das Bamberger Bier, das ich ihnen mitgebracht hatte, hat ihnen gemundet. Ein herzliches Dankeschön an Henning und Erika Könemann und an die Pfarrers Annette Baden-Ratz und Christian Ratz, die sich wieder um alles toll gekümmert haben! Heute durchs verschneite Deutschland wieder heim und etz Tatort. 

Montag, 4.2.13

Viele erfreuliche Nachrichten: "Frohng ieber Frohng" ist im Monat Februar in der www.liederbestenliste.de auf Platz 1 gewählt worden. Da bin ich mächtig stolz drauf. Die Konzerte im Januar waren super besucht, in Roth in der Kulturfabrik zum Beispiel fast 400 Leute, in Fürth in der Comödie auch fast 400, und auch bei den anderen Konzerten wollten echt ein Haufen Leute meine Songs hören. Es läuft wie geschmiert. Es hat sauviel Spaß gemacht, wieder zwei Konzerte mit der Band zu spielen, und wir haben eine Einladung zum Bardentreffen im Juli. Und was natürlich höchst erfreulich ist: Die neue CD "Genau underm Himml" bricht alle meine Rekorde, sogar die wirklich super Verkaufszahlen der CD "Sambesi" (2001) wurden im ersten Vierteljahr weit übertroffen, und langsam glaub ich s auch selber, was ich so an Lob und Anerkennung zu hören kriege. Und geb es hiermit weiter an Steff, Oli, Rupert, Felix, Michael und an Toni, Romin, Michi und Jan.  

Jetzt wird es nach dem Presse- und CD-Rummel der letzten Monate auch langsam wieder ruhiger. Demnächst wage ich wieder mal einen Ausflug in fremde Länder: Am 22.2. spiele ich beim Mundartfestival in Ettlingen bei Karlsruhe und freu mich schon darauf, mit Fitzgerald Kusz auf der Bühne zu stehen. Die ersten Songs, die ich auf Fränkisch gesungen habe, waren ja vertonte Gedichte von ihm, bevor ich 1983 angefangen habe, eigene Texte zu schreiben. Am Tag drauf fahr ich dann mit 2-3 Kästen Mahrsbräu (je nachdem, wieviel ich noch ins volle Auto kriege) nach Edemissen in Niedersachsen. Die wollen nicht nur mich hören, sondern auch das passende Bier dazu trinken.

Freitag, 28.12.12

Ihr kommt bestimmt nicht drauf, was die CD des Monats Januar 2013 in der deutschen Liederbestenliste www.liederbestenliste.de ist. Der Titel beginnt mit "G" und endet mit "enau underm Himml". Ein Tip: Im Dezember war die gleiche CD "CD-Tip des Monats". Und bei den Einzelsongs schnellte "Frohng ieber Frohng" hoch auf Platz 4. Das freut mich.

Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr 2013. Ich mach jetzt noch ein wenig in Familie und melde mich wieder zu den beiden Bandkonzerten in Roth am 11.1. und in Strullendorf am 12.1.

Montag, 19.11.12

Ha, geil, hier auf meiner Seite www.wolfgang-buck.de gibt es endlich von ALLEN Songs auf ALLEN CDs Hörbeispiele. Der Jan (Danke!!) hat sie in den letzten Tagen reingestellt im Menü CDs und Songs. Ich hab jetzt gerade beim Durchklicken voll die nostalgischen Gefühle gekriegt und festgestellt: Es war nicht alles schlecht damals :-). Ach lass das Understatement: da waren echt geile Songs dabei, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Irgendwann mach ich ein Konzert mit "Wolfgang Bucks am meisten unterschätzte Songs". Da spiel ich dann Crumlin Road, Gudgebaude Menschn, Nachdgieger, A jeder kennd an jedn, Die Soß, wenn di Party verbei is ...

Da meine Website wegen Umzugs auf einen anderen Server ein paar Tage nicht aktualisiert werden konnte, hab ich über das wichtigste Ereignis der Wolfgang Buck Band gar nicht berichtet: Kurz: Die beiden CD-Präsentationskonzerte in Ansbach und Bamberg waren so was von schön! Sowohl die Kammerspiele als auch der Live Club waren mit 300 bzw 400 Leuten gerappelt voll. Die Band war in absoluter Höchstform und es war ein wunderbarer Abschluss der gemeinsamen Arbeit (ach was Arbeit, Spaß!) an der CD. Und ich freu mich jetzt schon auf die beiden Konzerte im Januar, wo wir "Genau underm Himml" nochmal aufführen wollen: Am 11.1. in der Kulturfabrik in Roth und am 12.1. in der Hauptsmoorhalle in Strullendorf.

DIe CD selber verkauft sich wie geschnittenes Brot. In den ersten vier Wochen fast 2.500 Stück, das ist mehr als bei allen anderen CDs in der gleichen Zeit. Ich bin überrascht - nicht weil ich nicht von der Qualität überzeugt bin, sondern weil halt vor 10 Jahren beim bisherigen Spitzenreiter "Sambesi" der allgemeine CD-Markt auf seinem Höhepunkt war, und jetzt eben nicht mehr. Es ist total schön, die Ernte heimzufahren.

Was war noch wunderschön: Gestern der Gottesdienst (früh) und das Konzert (abends) in der Spitalkirche in Bayreuth. Jetzt hab ich das Wort "schön" aber ganz schön oft gebraucht. Muss mir mal ein anderes schönes Wort einfallen lassen.

Samstag, 3.11.12

Hier sind die Links zu den beiden Sendungen, die diese Woche mit mir gelaufen sind:

Zuerst die TV-Doku von Heike Springer auf Sat.1 Bayern mit dem Titel "Wolfgang Buck - des Glügg":

http://www.sat1bayern.de/news/20121102/lebensformen-wolfgang-buck-des-gluegg/

Und dann noch der Podcast von der Sendung "Mensch Otto!" auf Bayern 3, wo ich am Dienstag zu Gast war:

http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern3/mp3-download-podcast-mensch-otto.shtml

Sonntag, 28.10.12

Obwohl die CD jetzt raus ist, hab ich hier noch keinen Tagebucheintrag geschrieben. Das liegt daran, dass mich momentan die Welle schier überrollt. Hunderte CD-Bestellungen, Dutzende von Facebookeinträgen, viele viele E-Mails, in denen Ihr mir schreibt, wie gut euch die Cd gefällt. 

Dazu sehr viele Pressetermine. Gestern Abend war der Bamberger Reiter im Fernsehen, heute um 11 eine Sendung in Radio AREF, am Dienstag in "Mensch Otto" auf Bayern 3 um 19h, am Freitag um 17:30h die Dokumentation Wolfgang Buck - des Glügg" auf Sat 1 Bayern von Heike Springer. Mehrere richtig gute Zeitungsartikel zur neuen CD. Es geht hier richtig rund und ich bin erstaunt über diese geballte Pressepräsenz. Man versucht zwar schon immer, die Presse auf die neue CD aufmerksam zu machen. Aber dass da jetzt auch noch die Doku und der Krimi zum richtigen Moment helfen, war so nicht geplant und ist einfach ideal.  

Von daher versuch ich zwischendurch Luft zu holen, zu schlafen, mit dem 1.FCN zu leiden, Sonntags-Rouladen zu essen und dann wieder die Gitarren einzupacken und zum Konzert in Kraftshof heute um 18h zu fahren. Zum Glück gab es heute Nacht die "gschenkde Schdund". Also dann, ich tauch wieder ab. Wem ich nicht gleich auf seine E-Mail oder seinen Facebookeintrag antworte: Ich freu mich über all eure freundlichen Kommentare und lese sie mit einem glücklichen Lächeln.

Ach ja: Kommt unbedingt zu den beiden CD-Release-Konzerten mit der Wolfgang Buck Band: 10.11. Ansbach / 11.11. Bamberg !

Mittwoch, 10.10.12

Seit vorgestern befindet sich das fertige Master der CD im Presswerk der Pallas in Diepholz. So wie es aussieht, könnte es nächste Woche klappen, dass die CDs bei mir sind. Oh, es ist verdammt schön, fertig zu sein, und verdammt schwer, nun nichts mehr ändern zu können. Aber einmal muss der letzte Pinselstrich erfolgen, so isses mit allem.

Donnerstag, 4.10.12

Auf der Seite des Bayerischen Rundfunks gibt es jetzt ein paar Sachen zum Making-of des Krimis "Bamberger Reiter", und zwar unter: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/heimatkrimi/heimatkrimi100.html

Mich haben sie ja auch interviewt, und ein paar Details zu meinem musikalischen Beitrag findet ihr hier: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/inhalt/film-und-serie/bamberge-reiter-eine-musikalische-annaeherung100.html. Gesendet wird das Ganze am Samstag, den 27.10 im Bayerischen Fernsehen. Um 20:15h der Krimi und um 21:45h das Making-of.   

Montag, 24.9.12

Oh Shit, der Jogi Löw hat mir heute Nacht eröffnet, dass er mit mir für die nächste WM nicht plant. Er hat mir echt genug Bewährungsmöglichkeiten gegeben, und andere sind an mir vorbeigezogen. Dann hat er mich gefragt, wie ich das sehe. Da hab ich gesagt, dass er da durchaus Recht hat und ich das auch so sehe. Insgeheim hab ich mir aber gedacht, dass man es als Spieler vom FCN ziemlich schwer hat in der Nationalmannschaft. Enstprechend mies gelaunt war ich heute beim Frühstück.

Dabei hab ich gar keinen Grund dafür. Das war ein sehr schönes Premierenwochenende, die Leute haben viele meiner neuen Song auf Anhieb geliebt. Trotzdem ist es wieder mal typisch abgelaufen: Vor dem ersten Mal in Hersbruck war ich total aufgeregt, Wenn du 8-10 neue Songs auf einmal bringst, die die Leute noch nicht kennen, bist du ziemlich angespannt. Weil bei deinen ganzen alten und bewährten Songs weißt du, dass die Leute sie mögen und super reagieren. Bei neuen Songs und auch vielen neuen Ansagen zu den Songs weißt du das nicht, und entsprechend unsicher war ich. Nur der gute alte Wolfgang in mir hat gesagt: "Ey, etz reech dich amoll ned su auf und bleib cool. Wieviel Konzerte hasdn scho gschbilld? 1500? 1600? Und wos sachd uns des, Alder?" Dann ist das Konzert in Hersbruck tatsächlich super angekommen, und was dazun kommt: Ich hab meine Songs und meine neuen Ansagen total sicher und relaxed rübergebracht. Sehr wenige bis gar keine Fehler und Verhaspler. Das bedeutet aber: Wenn die Premiere gut läuft, dann kommen die Mucken hinterher. Und tatsächlich: gestern Abend in der wunderschönen Konzertscheune vom Andy Lang in Gefrees hab ich derartig viele Böcke reingehauen, und zwar fast nur in meine alten Songs, die ich schon hunderte Male gespielt habe, also Sportlerblues, Samsdooch, Hammerned. Aber die Leute waren trotzdem super drauf und es hat sauspaß gemacht. So isses halt: entweder die Premiere wackelt wie Sau, oder das Konzert nach der gelungenen Premiere. Bassdscho.

Mittwoch, 12.9.12

Es ist im Augenblick wie in der Adventszeit: Ich freu mich wie ein kleines Kind auf den Tag, an dem die CD "Genau underm Himml" rauskommt, und wir arbeiten fieberhaft und äußerst produktiv an der Fertigstellung. Vorgestern sind wir mit dem Mischen fertig geworden. Nun sitzt Toni in Nürnberg in seinem Studio und mastert die Songs, während ich gestern die letzten Textänderungen an Booklet und CD-Cover vorgenommen habe und über der Reihenfolge der Songs gebrütet habe. Jan hat Booklet und Cover bereits ausgearbeitet und überträgt heute die geänderten Textpassagen in sein Layout, dann geht das Digipack in die Produktion (das dauert immer am längsten in der Herstellung, während die fertig gemasterte CD noch drei vier Tage Zeit hat zur Ablieferung). Ich bin begeistert, wie gut die CD nun klingt. Meistens geht es mir so, dass ich am Ende einer Produktionsphase die Songs echt nicht mehr hören kann. Diesmal ist es anders: Wenn der letzte Song durch ist, drück ich gleich wieder auf Start. Das ist ein ziemlich gutes Zeichen. Aber urteilt selber. In 3-5 Wochen.

Aber nicht nur die CD "Genau underm Himml" wird dann irgendwann in der ersten Oktoberhälfte veröffentlicht werden. Im Augenblick ist überhaupt Erntezeit: Am 21.9. hat mein neues Live-Programm "Genau underm Himml" in Hersbruck Premiere. Ich glaub, ich hab noch nie soviele unveröffentlichte Songs auf einem Haufen zum ersten Mal vorgestellt. Entsprechend groß ist die Nervosität, wie die Songs von euch aufgenommen werden. Anschließend geht es durch die Lande, und überall ist "Genau underm Himml". Am 16.10. hat der Krimi "Bamberger Reiter" im Bamberger Kino Premiere, bevor er dann Ende Oktober im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein wird. Ebenfalls Ende Oktober kommt eine 40 minütige Doku, die das Evangelische Fernsehen für Sat1 Bayern in den letzten 10 Monaten über mich gedreht hat. Das alles heißt: Viel Arbeit im letzten Jahr und jetzt freu ich mich drauf, die Früchte einzufahren und möchte das in vollen Zügen genießen.

Donnerstag, 6.9.12

So, bin wieder da nach 3 Wochen Irlandurlaub, äußerst gut ausgeruht und bereit zu letzten Polierungen an der neuen CD. Bald kommt sie raus. Und dann muss ich in den nächsten zwei Wochen noch mein neues Programm "Genau underm Himml" schreiben. Die Songs, die ich spielen werde, ergeben sich größtenteils von selbst, aber das, was ich dazwischen erzählen möchte ... Premiere am 21.9. in Hersbruck.

In Irland waren wir wie fast jedes Jahr mit dem Hausboot unterwegs, von ganz im Norden aus den Erne nach Süden, durch den Shannon-Erne-Waterway und den Shannon hinunter nach Athlone und wieder zurück, ganz ohne Eile, ganz ohne Tagesziel, und haben uns einfach drei Wochen lang sehr verlangsamt weiterbewegt oder auch nicht. Eine paradiesische Ruhe, wenig los auf dem Fluss, an manchen Anlegern in der Natur waren wir die Einzigen. Die Zahl der luxuriösen Privatboote nimmt anscheinend weiter zu, es gibt also wie überall auch Nutznieser der Krise, irgendwer muss die in den Sand gesetzte Kohle ja als Einnahme gebucht haben. Aber wesentlich weniger Urlauber vom Kontinent, warum auch immer, denn ein Mietboot gehört zwar nicht zu den billigsten Urlaubsquartieren, aber das ist ein Hotel in der Türkei auch nicht. Das Wetter wie immer: Sonne, Schäfchenwolken, dazwischen viele Regenschauer, die meistens bald wieder aufhörten. Ich bin jedenfalls braungebrannter als nach einem Mallorca-Urlaub. 

Manche Gespräche am Abend am Anleger oder tagsüber an der Schleuse. Ein 55-jähriger Ire, Adrian, der vor ein paar Jahren seinen Elektroingenieursjob aufgegeben hat und auf seiner Barge lebt, erzählt: "Früher, wenn du 20 Häuser bauen wolltest um sie zu verkaufen, hat dir die Bank Geld für zwei Häuser gegeben und gesagt: Baue zwei, wenn du die verkauft hast, kommst du wieder und kriegst das Geld für die nächsten zwei. Vor 10 Jahren haben die Banken dann plötzlich gesagt: 20 Häuser, klar, here`s the money." Soviele neue leerstehende Häuser wie in Irland siehst du wahrscheinlich nirgends auf der Welt. Er hat mich dann noch gefragt, ob man nicht auch in Deutschland Hausboot fahren kann, weil ich doch jedes Jahr nach Irland komme. Ich hab ihm erzählt von MeckPomm und von der Müritz, dass es da wunderschön ist, aber dass da in Deutschland halt immer soviele Besserwisser herumlatschen, die einem bei jeder "falsch" hingelegten Leine irgendeine Belehrung zukommen lassen ("so jehd dit abba nüscht"), und dass in Irland die Leute einfach entspannter sind. Da hat er gesagt (er war ein paar Monate in Garmisch und hat da gearbeitet) : "Yes, I know the Germans. Always 4 holes, 4 screws." Und dann hat er gelacht, dass die Deutschen so bescheuert sind, wenn wo vier Löcher sind, dass da auch immer vier Schrauben reingehören. Und ich hab gelacht, weil die Iren für sowas maximal 1-2 Schrauben brauchen, weshalb das Land auch manchmal in einem ziemlich - sagen wir mal: provisorischen Zustand ist (um es vorsichtig auszudrücken), hähä. Und so haben wir uns beide gefreut an Ironie und Selbstironie und noch ein Bier getrunken, und ich hab auf meinem Grill noch ein wenig Platz gemacht für seine Hamburger.  

Sonntag, 12.8.12

Nachdem zwischen den Aufnahmen und den Mixes über drei Monate Pause gelegen sind, haben wir im Juli und August 16 Songs gemischt und sind jetzt mit dem Mischen durch. Es war diesmal eine ganz andere Art des Mischens. Toni hat die Mixes hingestellt, oft alleine, oft war ich dabei. Dann haben wir die Sachen in die Dropbox gestellt, zu der jeder aus der Band Zugang hat. Wer Lust hatte, konnte die Mixes kommentieren, Verbesserungsvorschläge machen usw., und wir haben dann im Studio in Nürnberg zu zweit die Sachen besprochen und eingearbeitet. Ich war anfangs ein wenig skeptisch, weil ich von der Schwarmintelligenz als Prinzip nicht uneingeschränkt überzeugt bin. Aber diesmal hat man gemerkt, dass da einfach ein paar richtig gute und erfahrene Musiker beteiligt sind, die wissen, auf was es im Studio ankommt. So haben wir im Prinzip die CD zu siebt gemischt, ohne dass ein Durcheinander oder Gegeneinander der Egoismen entstanden ist. Jetzt lassen wir die Mixes erstmal 3-4 Wochen abhängen und dann mit einem frischen Satz Ohren in der ersten Septemberhälfte Kleinigkeiten korrigieren und mastern und ab ins Presswerk. Mein Sohn Jan arbeitet momentan an Cover und Booklet, er hat ja auch schon das Artwork für die Flusszigeiner und die Asu werd des nix gemacht, und auch jetzt hab ich das Gefühl, dass es wieder ein pfiffiges Design wird. Jedenfalls: Wir sind fast im Zeitplan und rechnen im Augenblick damit, dass die CD Anfang Oktober frisch dampfend zu haben sein wird. Euch allen einen schönen Sommer!

Sonntag, 5.8.12

Lansagm kommt der wohlverdiente Urlaub in Sicht. Gestern hab ich mein letztes Sommerkonzert gespielt, unter einer großen Linde in Kloster Sulz. Dann noch eine gute Woche Endspurt beim Mischen der CD. Und dann: Drei Wochen Nichtstun, zumindest nichts, was mit Musik, CD, Bürokram etc zu tun hat....

Sonntag, 22.7.12

Es macht einfach sauviel Spaß, mit den Jungs zusammenzuspielen. Zwei wunderschöne Konzerte in Bamberg auf der Landesgartenschau mit mehreren Tausend Zuschauern und in der Katharinenruine in Nürnberg mit einer wunderbaren Lichtstimmung. Danke an alle! So, und jetzt schlaf ich weiter.

Freitag, 13.7.12

Ich wusste es: Der Juli wird zum ziemlich vollgestopften Monat, in dem ein Ereignis das andere jagt. Einen Monat lang geht das schon mal, aber dann muss und wird auch wieder mehr Ruhe einkehren. Allein in den letzten 8 Tage gab es folgende Highlights: Es war schön, mal zu erleben, wie das bei einer Filmpremiere so abläuft. Und natürlich freut sich das Ego, wenn es mal gepinselt wird, und wenn man zu denen gehört, die am Ende des Premierenstreifens auf die Bühne im Kino geholt werden. Besonders gefreut hab ich mich, dass sich der Hauptdarsteller Thomas Schmauser so richtig gefreut hat, dass ich die beiden Songs für den Film eingespielt habe - das hat mir saugut getan. 

Wie visualisiert man "Genau underm Himml" für ein CD-Cover? Ich will noch nichts verraten, aber die Fotosession am letzten Dienstag war sehr ungewöhnlich...

Eine wunderschöne CD ist in diesen Tagen herausgekommen: Mein Freund Helmut Haberkamm hat in seinem Fundus unveröffentlichter Gedichte gestöbert und hat viele davon zur Vertonung freigegeben, und da tummelt sich auf der Doppel-CD "Gidderbarri" vieles, was in Franken Rang und Namen hat, Schauspieler, Musiker, Singer/Songwriter, und alle singen Texte von Helmut Haberkamm: Winni Wittkopp, Stefan Kügel, Chrissie the Cat, Heinrich Filsner, Johann Müller, Heinrich Hartl, Wolfgang Tietz, Julia Kempken, Annette Lubosch, Verena Mörtel und auch ich (mit dem Song "Zerrupfde Möwn", der auch in einer anderen Fassung auf meiner neuen CD erscheinen wird). Und dazwischen viele viele echt berührende Gedichte und Geschichten von Helmut selber gelesen. Unbedingt kaufen und hören: www.cab-onlineshop.de

Heute abend: 2. Juliläumskonzert, und zwar in Dottenheim im Aischgrund.

Montag, 2.7.12

Diesen witzigen musikalischen Gruß hat mir Richard Abt von Radio Rheinwelle Wiesbaden geschickt als Gratulation zu meinem 25jährigen Bühnenjubiläum. Die haben da extra einen Trailer für mich gemacht. Das nenn ich mal wirklich nett. Hört mal Rhein und lernt Hessisch: Jubiläumsgruß Rheinwelle. (Radio Rheinwelle 92,5 Wiesbaden, Red. Streiflichter)

Ansonsten ist ganz schön was los. 

- Der Konzertmarkt war nur vorübergehend von Ende April bis Anfang Juni eingebrochen, bei den letzten Konzerten in Immeldorf, Oberasbach und Heinersreuth waren wieder richtig viele Leute im Publikum. 

- Wie jeden Sommer die bangen Blicke zum Himmel, ob das Gewitter vorm Berg oder hinterm Berg vorbeizieht. Ab jetzt: Egal, wo es vorbeizieht, bei Gewitterwarnung wird innen gespielt. Ich hab keine Lust, nochmal meine Anlage im Hagelsturm abzubauen und woanders wieder aufzubauen - auch wenn mein Helfer Bernhard dabei war und super Arbeit geleistet hat und auch die Leute in Heinersreuth zugepackt haben und wir alle hinterher patschnass waren. Wenn du zum x-ten Mal einem plötzlich hereinbrechenden Gewitter schutzlos ausgeliefert bist, du versuchst deine Gitarren vor den Hagelkörnern in Sicherheit zu bringen, hoffst, dass kein Blitz einschlägt oder dich oder deine Helfer kein umherfliegender Ast trifft. An diesem Wochenende haben Musikerkollegen an anderen Orten von der Bühne aus Dönerbuden umherfliegen sehen und müssen nun schauen, wer ihnen die zertrümmerten Schlagzeuge und Gitarren ersetzt. Wenn jemand die persönliche Verantwortung übernehmen oder für den Schaden haften würde - aber es ist schnell gesagt: "Des ziechd wuannersch hie", aber wenn Instrumente oder gar Menschen zu Schaden kommen ist der Spaß ziemlich schnell vorbei.

- Ich werte gerade die Songwünsche für die JULIläumskonzerte aus. Es macht Spaß, wieder mal in alten Songs zu wühlen, alte Aufnahmen anzuhören ("Wie isn etz "Könichin" schnell widder ganga, wor des etz in C-Dur odder in D-Dur, hab ich da die 12-saitige rundergschdimmd oder ned?"). Das Programm fürs erste Best-of-Konzert in Kronach steht ziemlich.

- Am Mittwoch proben Steff, Michael und ich die Basis für die JULIläumskonzerte mit Band (Bamberg und Nürnberg), später steigt der Rest der Band ein.

- Auch bei der CD tut sich nach längerer Pause was. Toni hat den ersten Song gemischt und ich war gestern bei ihm im Studio und wir haben noch ein paar Änderungen vorgenommen und ich kann euch sagen: Es klingt! Ab jetzt gehts dann wie das Brezelbacken, ein Song nach dem anderen. Ich hab gestern wieder mal reinhören können, was wir aufgenommen haben, und ich freu mich echt, wenn das unter die Leute kommt.

- Am Donnerstag bin ich im München auf dem Filmfest. Dort hat der ARD-Film "Bamberger Reiter" Premiere, zu dem ich zwei Songs beigesteuert habe. Es ist ein Bamberg-Krimi mit Thomas Schmauser in der Hauptrolle. Der Filmmusikkomponist Rainer Michel hat den Soundtrack gemacht und ich hab dafür eine Strophe meines Songs "Des Glügg" nochmal eingesungen (mit einer der Story angepassten Strophe) und außerdem den Text gemacht für den Anfangssong (Musik Rainer Michel und Ali Neander von den Rodgau Monotones), und hab diesen Anfangssong auch gesungen. Ich bin schon gespannt, wie das nun auf großer Leinwand im ARRI-Kino kommt (TV-Ausstrahlung glaub ich im Herbst, ich sag Bescheid). Danach wahrscheinlich noch a weng rumstehen und Sekt schlürfen, keine Ahnung.

- Am letzten Freitag neuer Song, schön relaxed, für alle, die nicht in Urlaub fahren, sondern lieber den fränkischen Sommer genießen: "Wer do foddfährd, kärd derschlohng" nach einer Facebook-Anekdote von Tommie Goerz.

- Dazwischen Ruhepausen, runterkommen, nicht überziehen, nicht überdrehen. Es gelingt mir ganz gut. 

Montag, 18.6.12

Die Konzerte momentan sind alle sehr schön. Die Stimmung im Publikum ist super. Die Locations wunderbar - z.B. der Schloßhof in Velden. Oder auch die Lutherkirche in Nürnberg - du fährst durch die trostlose Nürnberger Südstadt und plötzlich stehst du auf einem grünen Hügel zwischen Frankenstraße und Rangierbahnhof und um dich herum Bäume, Wiese, spielende Kinder, Vogelgezwitscher. Was ein bisschen, wie alle zwei Jahre, ins Kontor schlägt, ist die Fußball-EM. Da kriegt man als Live-Künstler schon manchmal die Krise. Selbst so unwichtige Spiele wie Russland gegen Griechenland - und schon sitzen nur noch 60 Leute da. Fast keine Männer - Russland-Griechenland ist ja sooooo waaaaahnsinnig toll. Naja, ich gerate nicht in Selbstzweifel, alle 2 Jahre ist im Kultursektor Ausnahmezustand. Oder wie Thomas Pigor in einem Lied klagt: "Sportliche Großereignisse werfen ihre Schatten voraus". Dass ich kein Konzert bei einem Spiel der deutschen Mannschaft - "Schlaaand" - spiele, versteht sich von selbst, alle eventuellen Termine waren schon seit Spielplanveröffentlichung im November in meinem Kalender als No-Go-Area rot angestrichen. Aber Russland-Griechenland oder Tschechien-Polen? Also Leute, mer kann alles ieberdreim ...  Naja, o.k., schaut Fußball - aber im Juli kommder fei widder, gell?

Mittwoch, 6.6.12

Hab ich schon erwähnt, dass ich im Juli mein 25jähriges Bühnenjubiläum feiere und dass da auch die Wolfgang Buck Band 20 Jahre alt wird?

Das alles wird gefeiert im JULIläum mit verschiedenen JULIläumskonzerten!

7.7. Kronach (solo)
13.7. Dottenheim (solo)
20.7. Bamberg - Landesgartenschau (Wolfgang Buck Band)
21.7. Nürnberg - Katharinenruine (Wolfgang Buck Band)
28.7. Lonnerstadt (solo)

Das besondere an diesen Konzerten ist: Ihr könnt mitbestimmen, welche Songs da gespielt werden sollen.

Wenn Ihr Songwünsche habt: Schickt mir eine Mitteilung an info@wolfgang-buck.de und schreibt rein, was ich/wir spielen soll/sollen, am besten mit Nennung des Konzerts, wo der Song gespielt werden soll. Schön wäre natürlich, wenn ihr dann auch zum Konzert kommen würdet, aber das ist nicht die Bedingung.

Einsendeschluss: 14 Tage vor dem jeweiligen Konzert! Je eher je lieber, schließlich muss ich auch üben.

Also ich warte auf Wünsche!

Freitag, 25.5.12

Irgendwie ist es gerade wunderbar ruhig. Die CD-Produktion pausiert seit ein paar Wochen, weil unser Tonmann Toni Hinterholzinger gerade viele andere Sachen zu tun hat, aber bald geht es weiter. Das gibt mir die Zeit, das schöne Wetter zu genießen, Bamberg ist wunderbar, ansonsten zwischendurch immer mal wieder auf der Terrasse zu liegen, nachts um 1 mit einem Glas Riesling der Nachtigall zuzuhören, die seit 10 Jahren wieder mal bei uns singt - das sind magische Momente. Daneben tagsüber schön entspannt ein paar Aufräumarbeiten am Schreibtisch und mich drum kümmern, dass ich hoffentlich bis zum nächsten Bandkonzert im Juli mit eigenen angepassten In-Ear-Kopfhörern ausgestattet bin, und viele andere Kleinigkeiten, die aber nicht stressen. Die Bandkonzerte in den letzten beiden Wochen waren sehr schön. Ich genieße es, mit den anderen zusammenzusein, wir haben zur Zeit ein sehr gutes Klima und es macht einfach Spaß.  

Mittwoch, 9.5.12

Das wird eine schöne Woche: Endlich ist die Wolfgang Buck Band wieder on the road. Wir spielen am Wochenende in Kitzingen (fr) und in Bad Staffelstein (sa). Das letzte Mal hat man uns live im Februar 2011 erleben können, und davor sage und schreibe im Oktober 2009. Aber in den nächsten Monaten werden wir uns nicht mehr so rar machen: Wir werden spielen in: Dörnthal (20.5.), Bamberg (20.7.), Nürnberg (21.7.), Heiligenstadt (3.8.), Hof (9.11.), Ansbach (10.11.), Bamberg (11.11.), Roth (11.1.) und Strullendorf (12.1.). Sicher kommen da auch noch Termine hinzu.

Noch was Schönes: Ratet mal, wessen Songs demnächst in einem ARD-Krimi zu hören sein werden. Genau, richtig geraten. Der Krimi heisst "Bamberger Reiter" mit Thomas Schmauser in der Hauptrolle, und da hat mich vor einiger Zeit der Frankfurter Filmmusikkomponist Rainer Michel angerufen, dass er da was authentisch-fränkisches braucht. Ich habe dann einen Song von mir (welcher wird nicht verraten) ein wenig umgetextet und bei Rainer noch mal aufgenommen. Und dann hat er noch zusammen mit dem Ali Neander (Gitarrist der Rodgau Monotones) die Musik für einen Song geschrieben, den ich dann auch noch betextet und eingesungen habe. Wie ich höre, scheint es gut geworden zu sein. Und so wie es ausschaut hat der Film auf dem Filmfest München Ende Juni Premiere und kommt dann irgendwann später im Ersten. Was sagt ihr jetzt? 

Ja und dann bin ich am Sonntag wieder mal im Auftrag des Herrn unterwegs: Meine erste Predigt in einem Gottesdienst nach einer 2jährigen Pause, und zwar in Bad Staffelstein, Adam-Riese-Halle, 10 Uhr, auf dem Dekanatskirchentag. Die Aufregung bei mir hat sich gelegt, nachdem ich gestern abend die Predigt fertig hatte (ich glaub 5 Tage vorher hab ich noch nie eine Predigt fertig gehabt, für mich war früher die Deadline Samstag abend 18 Uhr Sportschau).

Freitag, 27.4.12

Mancher hat es vielleicht schon bemerkt und es kroch Panik in ihm hoch:
Das Champions League Final zwischen Bayern München und FC Chelsea findet am 19. Mai statt, ausgerechnet an dem Tag, an dem wir ein Konzert in Dörnthal angesetzt haben.

Nach einem dringenden Anruf von Ulli Hoeneß, der deshalb wegen der Zuschauerzahlen in der Allianz Arena Angst bekam, haben wir uns bereit erklärt, unser Konzert um einen Tag zu verlegen. Also:

Wolfgang Buck Band live, Sonntag, 20. Mai 2012, 95152 DÖRNTHAL bei Selbitz, Eventhalle Strobel, 20h. Tickets: 09280-5383.

Mittwoch, 18.4.12

Bitte kommen Sie alle und bringen Sie viele mit!Das heutige Konzert in Sonthofen fällt leider aus. Nach einem sehr schlechtem Vorverkauf haben die Veranstalterin und ich das Konzert einvernehmlich abgesagt. Ich hoffe, bald wieder mal in den Allgäu zu kommen.

Montag, 26.3.12

Die Termine der CD-Präsentationskonzerte stehen fest! 9.11. Hof - Bürgergesellschaft; 10.11. Ansbach - Kammerspiele; 11.11. Bamberg - LiveClub (für das Bamberger Konzert Tickets bei mir vorbestellen unter info@wolfgang-buck.de).

Donnerstag, 22.3.12

Etz bin ich vorgestern als eingefleischter Clubberer tatsächlich mit einem grünen Hemd und darunter grünem T-Shirt herumgelaufen. Ich hätts den Fürthern echt gegönnt, und nach dem Spielverlauf sogar doppelt gegönnt (ich weiß, es gibt ausgesprochen gehässige Clubfans, aber zu denen gehör ich ja nicht). Und dass etz ausgerechnet der Gündogan die Fürther abschießt - ist schon tragisch. Der is halt ortskundig in Franken und weiß, wo da die Tore stehen. Drum hab ich das Hemd auch noch mal gestern angezogen, am Tag danach. Aber ab heute gilt wieder rot-schwarz. Und iech hoff, dässes näxds Joär in der 1.Liga zwaa haaße frängische Duelllllllllle gibbd! 

Sonntag, 11.3.12

Der biblische Satz "Der Prophet gilt nichts im eigenen Land" wurde diese Woche definitiv widerlegt. Zwei Heimspiele in Bamberg und Puschendorf, und jedes Mal ein tolles Publikum, dem man angemerkt hat, dass sie nicht nur meine Songs lieben, sondern auch mich. Bamberg ausverkauft, es gab leider nur 180 Plätze. Puschendorf 360 Leute, viele bekannte Gesichter. Ich hab beide Konzerte sehr genossen! Nächste Woche erobere ich wieder ferne Länder: Kleine Hessentournee mit Konzerten in Wiesbaden und Babenhausen.

Nachzutragen wäre, dass die Bläser- und Chorwoche im Studio super gelaufen ist. Oli hat wie immer sehr gute Bläsersätze geschrieben, Felix hat sich sehr schöne Backgroundchöre ausgedacht, beide haben packende Sax-, Trompeten- und Flügelhornsoli gespielt, und das alles haben die Jungs mit einer affenartigen Geschwindigkeit eingespielt und (mit Michael zusammen) eingesungen, so dass am Ende noch eineinhalb Tage übrig waren, die ich zum Singen genutzt habe. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist jetzt alles auf Festplatte (früher hat man gesagt "auf Band"), was drauf sein soll.

Montag, 27.2.12

Morgen gehts im Studio weiter. Felix und Oli kommen, um die Bläsersätze und die Trompeten- und Saxsolis einzuspielen. Auch Michael wird öfters da sein, so dass wir auch die Backgroundchöre aufnehmen können. Also Studiosession von Dienstag bis Samstag, diesmal im Studio der Musikhochschule in Nürnberg. Ich freu mich drauf und kann diesmal entspannt zuhören, was die Jungs so machen, und den Daumen nach oben oder nach unten halten.

Donnerstag, 9.2.12

Hab schon lange nichts mehr aus dem Studio erzählt. Wir (Michael Schlütter vom Studio, Michael Schmidt und ich) haben im Januar die gemeinsam aufgenommenen Tracks editiert, geschnitten, ausgeputzt und schön zum Draufspielen hindrapiert. Alles hat schon wunderbar geklungen, aber durch das gemeinsame Einspielen war schnell klar, dass zwischen Akustikgitarre und Gesang zu viele Übersprechungen auf den Mikros waren, so dass man beim Mischen doch sehr eingeschränkt ist, was den Sound betrifft.

Darum habe ich im Januar noch mal die Gitarren getrennt vom Gesang aufgenommen (mit Oli Saar als "Coach"), und gestern habe ich dann mit meinen Gesangsspuren angefangen (mit Toni Hinterholzinger, Romin Katzer und Michi Schlütter an den Knöpfen, Tastaturen und Reglern). Parallel dazu hat Rupert die editierten Daten in Berlin und kontrolliert, ob alle seine eingespielten Keyboardspuren passen und bessert sie gegebenenfalls aus und passt sie an Änderungen an. Oli und Felix bereiten die Bläser- und Backgroundvocals vor, die wir Ende Februar, Anfang März einspielen wollen.

Wir sind also zu einer gemischten Vorgehensweise übergegangen: Das gemeinsame Einspielen war absolut gewinnbringend, weil man tatsächlich dieses gemeinsame Bandfeeling sehr positiv wahrnimmt. Nun ist die Phase des Overdubbing, da wo es notwendig ist oder wo es noch mal letzte Verbesserungen herauskitzelt, ohne das ursprüngliche Feeling anzutasten.

Ihr seht, wir arbeiten intensiv an der CD und spannen euch weiterhin auf die Folter - ich glaub nämlich, dass sie echt gut wird. Aber hört selber - im September...

Dienstag, 31.1.12

Momentan geht es ganz schön rund. Unter der Woche immer wieder im Studio, letzte Woche habe ich die Gitarrenspuren eingespielt. Und am Wochenende Konzerte - letztes Wochenende in Rückersdorf und Rummelsberg, kommendes Wochenende in Marktbreit und Dietenhofen. Aber die Gesundheit hält, die Stimme ist frei, alles im grünen Bereich. Ich suche mir zwischendrin die ruhigen Momente, um immer wieder runterzukommen und um den Bogen nicht zu überspannen.

Sonntag, 15.1.12

Danke an alle Konzertbesucher (bis auf eine Dame) in Selb für euer Verständnis dafür, dass ich nach drei Vierteln des Konzerts wegen meiner Stimme abbrechen musste. Gestern früh war es dann sehr fraglich, ob ich den Auftritt in Nennslingen machen kann. Aber am Abend war die Stimme wieder butterweich und ich hab gesungen wie ein Zeisig. Was war passiert? Ich bin mit der Akustik im Porzellanikon überhaupt nicht zurechtgekommen (das hab ich schon beim Soundcheck gemerkt), habe während des Konzerts in der Stimme verkrampft und konnte mich nicht locker machen. Nach 1 Stunde 25 Minuten war Schicht (aber bei manchen anderen Künstlern ist nach 1:25 schon regulär Schluss:-). Das Publikum hat es super verständnisvoll genommen, bis auf eine "nette" Dame, die darauf bestanden hat, eine gratis CD als "Schadenersatz" zu bekommen. Gut, wenn sie damit glücklich wird... Gestern abend in Nennslingen: Volle Kirche, tolles Publikum, geiles Konzert. Das hat richtig gutgetan nach dem Schreck vom Vorabend.

Dienstag, 10.1.12

Gerade wollte ich dem Paul (aus den Haßbergen? Kirchenfest Rügheim? Konzert in Eltmann? spielt auch Gitarre) für seinen schönen Weihnachtsbrief danken und ihm zurückschreiben. Nun merke ich, dass ich den Umschlag mit seiner Adresse nicht mehr finde und auf dem Brief selber nur mit Paul unterschrieben wurde. Paul, falls du das hier liest: Kannst mir ja noch mal deine Adresse schicken, dann kann ich antworten. Sorry für meine Schusseligkeit.

Montag, 9.1.12

So, die Ferien und die Familienbesuche und so weiter sind vorbei. Etz gehds widder asn annern Fässla. Dienstag bis Donnerstag drei Studiotermine fürs Editing. Am Freitag Konzert in Selb und am Samstag in Nennslingen. The show must go on.

Donnerstag, 22.12.11

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Samstag, 17.12.11

Hinter uns liegen zwei wunderbare Wochen. Es war ein schönes Gefühl, aber auch ein bißchen wehmütig, als wir gestern nachmittag unsere Instrumente wieder eingepackt haben, mit 16 Songs im Gepäck, die wir in den vergangenen zwei Wochen eingespielt haben. 

Es war genau die richtige Entscheidung, diesmal einen anderen Weg zu wählen, als bei den letzten CDs "Sambesi" und "Flusszigeiner". So schön beide CDs sind, sind wir doch 2006 mit "Flusszigeiner" an arrangement-technische Grenzen gestoßen: Außer der Wolfgang Buck Band waren damals viele tolle Freunde und Musiker am Start, und als wir ans Mischen der CD gingen, merkten wir, dass wir soviel Material auf den Aufnahmespuren hatten, dass wir erst einmal wahnsinnig viel Zeit aufs Sortieren und eigentlich neu Arrangieren verwenden mussten. Herauskam eine CD, die uns immer noch gefällt, aber deren orchestrales Konzept wir diesmal nicht noch einmal wiederholen wollten, auch wenn wir wieder gerne mit jedem Einzelnen unserer Gastmusiker zusammengearbeitet hätten. 

Es gab deshalb für die neue CD ein paar neue Regeln: 1) Nur wir sechs von der Wolfgang Buck Band sind mit von der Partie. 2) Jeder darf im Prinzip nur soviele Dinge einspielen, was er dann auch live spielen kann (also keine 4 Gitarrenspuren, 5 Keyboardspuren und 3 Gesangsspuren usw). 3) Wir wollten soviel wie möglich miteinander und gleichzeitig als Band einspielen, und später so wenig Overdubs machen wie möglich. 4) Es gibt keinen Klick auf dem Kopfhörer. 5) Das bewährte Produktionsteam Rupert-Heiner-Wolfgang wird nicht wieder soviel gemeinsame Zeit aufbringen können, deshalb lagern wir die Technik aus.

Das alles ging natürlich nicht mehr in meinem Keller, wo die Musiker nacheinander kamen und nacheinander spielten, wie brauchten ein richtiges professionelles Studio mit mehreren Räumen mit Sichtkontakt, aber akustischer Trennung. Das fanden wir im Tonstudio Katzer (www.tonstudio-katzer.de) in Nürnberg, mitten in Gostenhof, ein ausgezeichnetes Studio mit gut klingenden Räumen, 1a-Equipment, kompetenten Technikern. Und nachdem wir alle gleichzeitig an unseren Instrumenten zu Gange waren, war es auch super, dass wir in Toni Hinterholzinger einen sehr guten musikalischen "Coach" dabeihatten, der uns sehr häufig auf Sachen aufmerksam machte, die man noch anders oder besser machen kann.

Fazit nach 2 Wochen: Die Pläne und unser Konzept ist, wie es ausschaut und sich vor allem anhört, voll aufgegangen. Alle außer Felix waren dabei und haben gleichzeitig eingespielt. Der Vorteil ist, dass man im gemeinsamen Spielen eine ganz andere musikalische Dynamik empfindet und erzeugt, dass man gemeinsam das Tempo anzieht oder verzögert, alles klingt kompakter, kraftvoller und dynamischer. Nachteil: Wenn einer grützt, müssen alle wieder gemeinsam von vorne anfangen. Was soll ich sagen: Die Nachteile haben die Vorteile bei weitem überwogen, und ich freu mich drauf, gemeinsam weiter an der Sache zu arbeiten: editieren, wo nötig Gitarren und Gesang ausbessern (ich musste als einziger ständig 2 Dinge machen: Gitarre spielen und singen. Da ist der Nachteil, dass man keine akustische Trennung auf den Mikros hat, um die Sache später gut mischen zu können, aber auch da sind einige Takes dabei, wo wir evtl aufgrund des gemeinsamen Feelings auf die akustische Trennung von Gitarre und Gesang verzichten werden, aber manches werde ich nochmal draufsingen und spielen), Rupert wird noch die Keyboardspuren kontrollieren und wo nötig ausbessern. Felix, unser Trompeter und Sänger, konnte als einziger nicht dabeisein, deshalb werden die Bläsersätze, Backgroundchöre und ein paar Bläsersoli Ende Februar/Anfang März oben draufgesetzt. 

Was wir momentan auf unserem Zwischenergebnis hören, ist viel Kraft, gemeinsame Energie, gemeinsamer Spaß, gemeinsames Fühlen. Michael, Steff, Oli und Rupert haben sehr schöne Takes eingespielt. Auch haben wir wie gesagt auf den Klick verzichtet, der normalerweise bewirken soll, dass der Song von vorne bis hinten immer das gleiche Tempo hat. Wir hatten diesmal keine Lust auf dieses Tempokorsett und wollten natürliche und gewollte Temposchwankungen ("der Mensch is ka Maschina") und mehr Live-Feeling auf der CD haben. Und ich finde, es war die richtige Entscheidung.

Naja, und worüber ich persönlich natürlich auch einfach happy bin: dass mir 2010 und 2011 soviele neue Songs eingefallen sind, dass es sogar für mehr als eine CD gereicht hätte. Und dass meine Ängste, ich könnte noch nicht genügend Power und Nervenkraft für den Studiostress haben, absolut unbegründet waren. Und dass jeder einzelne von der Band die Sache zu seiner Sache gemacht hat und mit durchgezogen hat. 

Wie solls weitergehen? Bis Anfang März sollen auch die Overdubs nach und nach eingspielt werden. Im Frühjahr soll Zeit zum Mischen sein, dann Mastering. Und nach einem langen Sommerurlaub, in dem das Presswerk seine Arbeit verrichten kann, soll die CD nach Möglichkeit im September herauskommen. Aans nachn annern, und nix überstürzen und kein zu sklavisches Zeitkorsett. Alles wird gut.  

Sonntag, 4.12.11

Schönes Konzert, gestern Abend im Dehnberger Hoftheater. Nach all der Proberei und diversem Bürokram war es einfach wieder schön, auf der Bühne zu stehen und meine Songs zu spielen und ein paar Geschichten zu erzählen. Morgen muss ich noch ein paar Sachen organisieren, ich plane jetzt schon die CD-Präsentationskonzerte im Herbst 2012 und ein paar Jubiläumskonzerte im Sommer 2012. Tjaaaa, das is nämlich so: 2012 habe ich mein 25jähriges Wolfgang-Buck-tritt-mit-seinen-fränkischen-Songs-auf-Jubiläum. Und die Wolfgang Buck Band hat ihr 20jähriges Bandjubiläum. Und welcher Monat eignet sich am besten, sowas zu feiern? Richtig, der JULI. Weil da kann man das 20ste und das 25ste Jubiläum JULILÄUM nennen. Und im Juliläum gibts dann ein paar Spezialkonzerte. Näheres verrate ich noch nicht. Ist nämlich noch geheim.

Und am Dienstag gehts ins Studio. Tonstudio Romin Katzer in Nürnberg, Techniker Toni Hinterholzinger. Wer schon mal schauen will, wie es da aussieht: www.tonstudio-katzer.de. Warum nicht im Wolfgang seinen Keller, wie die vorherigen CDs? Wir möchten mal die CD gemeinsam einspielen (also nicht im Schwarzwälder-Kirsch-System, eine Schicht über die andere, sondern soviel wie möglich miteinander einspielen), und dazu braucht man entsprechende Räumlichkeiten, die akustisch getrennt sind, aber wo man sich trotzdem gegenseitig sehen kann. Näheres dann in Kürze hier im Logbuch.

Freitag, 18.11.11

Gestern war der erste Probenabend für die neue CD und wir sind schon voll drin. Vier Songs geprobt: Ein ganz neuer Song, bei dem ich einen wunderschönen Text meines Freundes Helmut Haberkamm vertont habe, "Zerrupfda Möwn". Dann zwei nagelneue Songs namens "Frohng ieber Frohng" und "Dudined oh". Und der Schweinebraten-Rap, der bisher "Ihr redd eich leichd" geheißen hat. Diesen Song hab ich schon im momentanen Live-Programm, aber die Band hat ihn noch nie gespielt. Nachdem die Leute bei den Konzerten immer zum CD-Tisch kommen und fragen: "Af welcher CD isn des vom Schweinbrodn drauf?", hab ich nun den Song umgetauft. Er heißt nun "Des vom Schweinebrodn". Ich könnte ja jetzt die neue CD "Die mid dem vom Schweinebrodn" nennen ... Aber ich glaub, damit würde man den anderen Songs Unrecht tun, die auch auf der CD drauf sein werden. Heute abend gehts weiter.

Montag, 14.11.11

So, am Wochenende hab ich wegen der nun beginnenden CD-Produktion die zwei letzten Novemberkonzerte gespielt. Im 80-Seelen-Dorf Bieberswöhr waren doch 220 Leute zum Konzert, das waren 275% der Bieberswöhrer! Doch, ich kann schon Prozentrechnen, war bloß ein Scherz. Aber dafür waren nur 0,08% der Ingolstädter anwesend. Aber auch da wars schön. 

Ich schau, dass ich meine derzeit empfundene immense Lust am Spielen in die CD-Produktion hinüberretten kann, die nun beginnt. Ich werde mein loses Mundwerk zügeln, um mir keine weiteren Dylanfans mehr zum Feind zu machen. Stattdessen werde ich mich auf die neue CD konzentrieren. Am Donnerstag kommt die Band und wir werden eine Woche lang die Songs der neuen CD studioreif proben. Das wird eine ziemliche Strecke Arbeit, weil ich doch in den letzten Tagen nochmal einen  ziemlichen Output an neuen Songs hatte. Für die meisten Songs steht schon ein großer Teil des Arrangements fest, aber bei zwei, drei nagelneuen Songs steht halt erst die Gitarrenvariante und wir fangen bandmäßig bei Null an. Gut dass es schöne kleine digitale Aufnahmegerätchen, MP3 und eine Dropbox der Wolfgang Buck Band gibt, zu der die Bandmitglieder Zugang haben und sich schon mal den ein oder anderen Song zu Hause vornehmen können.  

Aber auch die, die mich live hören wollen, haben bei zwei Konzerten im Dezember die Gelegenheit: Dehnberger Hoftheater, 3.12., und Fifty-Fifty Erlangen, 21.12.. Die beiden Konzerte hatte ich schon ausgemacht, bevor klar war, dass wir uns den Rest des Jahres auf die neue CD konzentrieren wollen.

Mittwoch, 9.11.11

Ich möchte zum Dylan-Konzert doch noch was klarer ausdrücken, um ein wenig die Agression rauszunehmen: Dylan ist für mich ein großartiger Künstler. Ich bin auch keiner von denen, die sich nach den "guten alten Dylanzeiten" vom Newport-Folkfestival zurücksehnen. 

Aber mich hat das Konzert verstört, weil Dylan für mein Empfinden die Selbstzerstörung zelebriert hat: Seine Stimmbänder sind diesmal wirklich krank, und nicht nur "kratzig" (ich bin zwar kein HNO, aber ich weiß, wie sich kranke Stimmbänder anhören), aber er hat trotzdem "gesungen". Und er hat jeden seiner Songs, wie auch die Kritik jubelnd konstatiert, zerhackt, was sein gutes Recht ist und von mir aus als große Kunst gefeiert werden kann. Aber ich fand es einfach nicht gut. Es hat mir in der Stimme und in der Seele weh getan und ich kann nicht in die jubelnde Masse einstimmen. Sorry. Einer alternden Ikone bei der Selbstzerstörung zuzusehen ist nicht so mein Ding. Es erfreut mich nicht wirklich. 

Im Übrigen nochmal: Dylan war wesentlich lauter als Knopfler. Was ich mir vorwerfen kann ist, dass ich meine Ohrstöpsel nicht dabei hatte, die ich auch bei Knopfler nicht benötigt habe. So blieb bei Dylan nur die Flucht. Ich brauche meine Ohren wirklich noch, auch wenn das für den einen oder anderen Nebensächlichkeiten sein mögen. Dylan kann sich im Endeffekt selber feindselig behandeln, ich bin nicht verpflichtet, mich von ihm feindselig behandeln zu lassen. Das kann jeder sehen wie er mag, aber ich nehme mir das Recht heraus, meine Empfindungen ernst zu nehmen.

Dienstag, 8.11.11

Aus meiner heutigen Mail an einen Freund, der auch gestern beim Knopfler/Dylan-Konzert war, und mich heute in der Mail gefragt hat, wie es mir gefallen hat, und wie man die Art des Gesangs nennen könnte, die Dylan gestern veranstaltet hat (übrigens meine sehr subjektive Sicht, meinem Freund und vielen anderen hat es sehr gut gefallen):

"Ich würde sagen, dazu sagt man "growlen", wie Dylan gestern gesungen hat. Die Sänger in MetalBands machen das so, allerdings mit Absicht, und nicht aus Laryngitis-Gründen.

Leider muss ich sagen: Für mich war Dylan gestern abend nicht zu ertragen. Vielleicht tut es auch jemand, der selber singt, körperlich weh, wenn jemand bei Stimmbandentzündung nicht einfach schweigt. Ich bin schon lange nicht mehr bei einem Konzert vorzeitig gegangen. Mir hat von den ersten 10 Songs kein einziger gefallen, und dann hab ich mir aus Selbstschutz gesagt: Ist es das wert, einen Tinnitus zu riskieren? Und die Frage für mich eindeutig beantwortet.

Das hier hab ich gestern abend in meinem Ärger noch auf meine Facebook-Seite geschrieben:

"Dylan war grottenschlecht. Die Stimme war total im Arsch (also noch mehr als sonst, er wäre locker als Growler bei einer Metalband durchgegangen). Der Sound war nervtötend, die Arrangements klischeehaft, die Lautstärke sehr böse, der Gitarrist gefühllos und ohne Seele.
Aber die Dylan-Exegeten unter uns können sicher erklären, warum es auch diesmal wieder große Kunst von IHM war.
Aber Mark Knopfler hat Spaß gemacht, es war diesmal sehr keltisch und die Band hat gegrooved wie Sau.
Ich bin schon lange nicht mehr bei einem Konzert vor dem Ende gegangen, aber diesmal wollte ich keinen Tinnitus riskieren. Man braucht seine Ohren schließlich noch ein wenig." Soweit mein Facebook-Eintrag.

Ich weiß, das Dylan sein Publikum messiasmäßig scheidet: Man kann anscheinend nur für oder gegen ihn sein. Und so war es gestern auch. Die einen sind ihm zu Füßen gefallen, die anderen geflüchtet. Ich war diesmal bei der Fluchtgruppe.

Albern fand ich, dass zwischen den Songs jedesmal das Tohuwabohu, das Ur-Chaos aus Genesis 1, vor der Schöpfung simuliert wurde, dann kam das "es werde Licht", und ER schuf, und siehe, es war nicht gut. Nicht, dass er sich selber als Gott sieht, sondern er macht sich seinen Spaß daraus, dass soviele kritiklos glauben, dass er`s ist, egal was er abliefert. Das ist sein gutes Recht, die Leute zu verarschen, aber ich hab keinen Bock drauf, mich verarschen zu lassen. Das Prophetische an Dylan war für mich gestern abend, dass er uns gezeigt hat, dass auch die kritischen 68er bereit sind, 120,- Euro zu bezahlen und die abgelieferte Show dann wohl oder übel genüsslich zu schlucken, weil sie ja von IHM kommt, und nicht von einer Kunstfigur der bösen Popindustrie.

Die Band, das waren sicher alles super Musiker, aber sie mussten meiner Meinung nach seelenlos spielen. Alles klang gleich laut, gleich schrill, es gab keine abgestufte Dynamik, keinen differenzierten Sound, wie eine Wüste ohne Oase, wie Fotos, die man in der heißen Mittagssonne aufnimmt.

Knopfler dagegen hat seine Musiker spielen lassen, und man hat ihnen den Spaß angemerkt. Aber wer Spielfreude bei einem Dylan-Konzert sucht, ist wahrscheinlich eh aufm falschen Dampfer, da muss sein grimassiertes Kurzgrinsen nach jeder Zeile reichen. Da jubelt man schon über zwei falsche Mundharmonika-Töne.

Der Gitarrist hatte den ganzen Abend lang einen richtig bösen ohrenfeindlichen Sound, das sollte sicher so sein, aber man darf es dann auch feindselig finden. Und nebenbei: irgendwann kann ich das Blues-Schema Tonika-Subdominante-Tonika-Dominante-Subdominante-Tonika nicht mehr hören, vor allem wenn es von weißen Musikern so gefühllos in jedem zweiten Song abgespult wird. Das Klischee lässt grüßen. Und noch was zur Band: Warum musste der arme Kerl an der Akustik-Gitarre soweit links abseits von den anderen Musikern stehen? Hat er was angestellt, dass sie ihn ausgeschlossen haben? Wahrscheinlich Lepra oder sowas.

Die Kritik in der FR (Anmerkung: hier wird Dylan bejubelt und Knopfler verrissen) - naja, warum diese Gemeinheiten gegen Knopfler?
Das klingt für mich wie diese Oberideologen aus der 68er Zeit, die es nicht verkraften, dass nach ihrer Zeit die Musik gelernt hat, saubere Töne zu spielen und für die jeder weitere Akkord über die drei Grundakkorde hinaus vom Teufel ist. "Ach ja, früher war alles besser. Aber nach Dylan kam der Verfall" - wie ihre eigenen Großväter. Und dass es danach Musiker gab, die einfach schöne und angenehme Musik machen, auch nicht glatt, auch mit Brüchen, aber ohne ideologischen Überbau, sondern einfach für die Seele.

Also, ich war schon bisher kein Dylanologe. Manche Songs haben mir über die Jahre gefallen, andere nicht. Aber gestern hab ich mich erstmal für eine Weile verabschiedet. Er sollte jetzt mal zum HNO gehen und schauen, ob noch was zu retten ist."

Dienstag, 1.11.11

War heute nach ungefähr 37 Jahren wieder mal auf einem Reinhard-Mey-Konzert. Schließlich hab ich mit seinen Songs Gitarrespielen gelernt und konnte gefühlte 50-60 Songs von ihm nachspielen. Er ist immer noch ein toller Texter, der die Dinge super auf den Punkt bringt, hat sehr pfiffige Moderationen und eine große Menschenfreundlichkeit. War ein sehr schöner Abend. Jetzt schaumermal, wies am Montag beim Bob Dylan und beim Mark Knopfler ist. Ich mach gerade anscheinend eine Zeitreise zu meinen Wurzeln.

Freitag, 14.10.11

In zwei Proben vier neue Songs eingeprobt. Macht Spaß. Jetzt ist Michael erstmal auf Tour. Im November beginnt dann die heiße Probephase.

Mittwoch, 5.10.11

Ich freu mich jetzt immer mehr drauf, wenns mit der neuen CD losgeht. Ich hab in den letzten sechs Wochen 4 neue Songs geschrieben. Morgen abend werden Michael, Steff und ich uns drüber machen und die Basics anlegen: Bass, Schlagzeug, Gitarre, Gesang. Anfangs hab ich eher befürchtet, dass wir nicht genug neue Songs für die CD zusammenbekommen werden, und dass wir doch einiges Material von der Unplugged-CD "Asu werd des nix" mit rübernehmen müssen, um davon die Bandvarianten aufzunehmen. Das können wir immer noch, müssen aber nicht, weil jetzt genug neues Songmaterial da ist. Wenn ich richtig zähle, sind es mittlerweile 11 Songs, die noch nicht auf einem Tonträger veröffentlicht sind und in den Jahren 2010 und 2011 entstanden sind, darunter der Favorit des derzeitigen Live-Programms, mein genießerisch langsamer Rap über die Sinneskaskaden, die einem beim Verzehr eines Schäuferla mit Kloß, Soß und "Wäsching" überfallen, der Song "Ihr redd eich leichd". Ein bis zwei weitere Rohentwürfe von Songs hab ich noch in der Pipeline, schaumermal.

Ich merke momentan ein wenig die Kehrseite meines Outings vom letzten Jahr: War es ein "Fehler", damit so transparent umzugehen? Jetzt, wo es mir wieder vollkommen gut geht, wo ich seit Monaten wieder stabil bin, kreativ arbeite und wieder entspannt bin und wieder was zum Lachen habe und mich als geheilt betrachte, merke ich, dass für manche der Stempel "Depression" anscheinend immer noch auf meiner Stirn steht. Vielleicht hätte ich auch, wie jetzt ständig in der Öffentlichkeit geschieht, von "BurnOut" reden müssen, was ja einfach ein coolerer Ausdruck für eine Erschöpfungsdepression ist. Die Presse interessiert sich gerade jetzt in Zeiten Ralf Rangnicks, Kurt Krömers, Helge Schneiders und vieler anderer wieder verstärkt dafür, wie es ist, in der Öffentlichkeit zu stehen, einen BurnOut zu durchleben und wieder auf die Beine zu kommen. Ich selber gebe dabei bereitwillig Auskunft. Mir ist es nach wie vor wichtig, dass Leute mit ähnlichen Problemen merken, dass sie nicht allein sind und dass man aus den meisten Formen der Depression wieder genesen kann. 

Jedoch wenn man mal eine Info in die Welt gesetzt hat, ist es gar nicht so einfach, sie überall upzudaten. Und so vermute ich, dass es sich bei manchen Veranstaltern noch nicht herumgesprochen hat, dass "der Buck" wieder voll da ist und dass mein derzeitiges Programm "Ihr redd eich leichd" eben nicht depressionsschwanger das Publikum herunterzieht. Ich finde, "Ihr redd eich leichd" ist eines meiner bisher besten Programme - wie immer sarkastisch, lustig, warmherzig, es gibt viel zum Lachen, viele Wortspielereien und Sprüche, viele tiefe Einblicke in die fränkische Seele - nun aber angereichert mit einem ordentlichen Schuss Grantigkeit ("Danke für den Ratschlag") und Angriffslust ("Minafeld"). Ich fühl mich auf der Bühne mit dem Programm sauwohl. Und - für Veranstalter ganz wichtig - ich musste seit meinem Wiedereinstieg im Juli 2010 kein einziges Konzert absagen. 

Ach noch was. Was gibts von der neuen Anlage? Das neue Bose L1 Modell II System hält einerseits, was die Werbung verspricht, andererseits auch nicht ganz: Die Anlage klingt richtig gut, saugut sogar! Und sie strahlt wirklich sehr gleichmäßig in einem großen Winkel ab, fast 180 Grad. Aber drei Probleme gibts live: Erstens reicht ein einziges System nicht für größere Saalkapazitäten aus, und zweitens: Ein einziges System kann trotz ausgeklügelter Lautsprecherausrichtung von 24 Speakern nicht verhindern, dass die Leute halt doch merken, dass der Klang von EINEM Punkt im Raum kommt. Und drittens ist es auf der Bühne WESENTLICH lauter, als bei den Leuten, weil ich den einen Stick relativ nah bei mir unterbringen muss, damit der Sound auch wirklich von mir kommt und nicht von 5m links von mir. 

Drum hab ich mir jetzt noch ein zweites System gekauft, und die Steigerung war deutlich zu hören: Ich muss a) in größeren Sälen nicht mehr an die Grenzen gehen und  es kommt b) nicht nur guter Sound, sondern spürbare Emotion bei den Leuten an und c) hab ich jetzt wieder genügend Abstand zu den Speakern, dass mir nicht die Ohren oder das Mikro zum Pfeifen anfangen. Hat etz aber auch eine ganz schöne Stange Geld gekostet. Naja, is ja wat fürt janze Lebn, wa. 

Montag, 26.9.11

Nein, ich nehm nach dem Restprogramm vom Papst einiges zurück, was ich nach der Bundestagsrede an Positivem gesagt habe. Danach hat er nur noch Beton angerührt. Und ärgerlich: Wie kann einer seinen eigenen Leuten "mangelnden Glauben" unterstellen - Leuten, die höchst engagiert ihren katholischen Glauben in der Welt leben - und er selber wagt sich keinen Millimeter aus seinen sicheren Traditionen und festzementierten "Wahrheiten". Wenn hier einer nicht glaubt - nämlich im Sinn von Gottvertrauen und Verlassen der althergebrachten Sicherheiten - dann ist das der ängstliche und verzagte Papst.  

Donnerstag, 22.9.11 

Ich hab beim Papstgottesdienst im 1. Programm die Untertitelung für Gehörlose mitlaufen lassen. Kann das sein, dass da bei der ARD ein Automat sitzt? Oder haben die die Untertitelung nach Indien outgesourced? "Die Haustieren werden von Nonnen gebacken" ("Hostien"), "die Haustieren, die nicht gegessen werden, kommen in einen Raum im Stadion", die "Gläubiger empfanegn nun die Kommunion" und die "rostigen Schalen wurden in Bremen aufbewahrt" ("Hostienschalen"), um nur einige Beispiele von vielen zu nennen. Wozu zahl ich eigentlich GEZ, hä?

Ansonsten fand ich die Rede vor dem Bundestag sehr beachtenswert. Man kann drüber diskutieren, ob es nicht eine Bevorzugung des Katholizismus ist, ihn als ersten Religionsführer im Parlament sprechen zu lassen. Aber er hat sich gut geschlagen und ist nicht über das Stöckchen gesprungen, dass ihm die Medienvertreter hingehalten haben und hat über innerkirchliche und sexualethische Topics geredet, sondern über die Grundlagen von Recht und Gerechtigkeit in der abendländischen Politik. Und darüber, dass es auch eine Ökologie des Menschen gibt, nämlich dass dieser nicht nur aus seinem Willen lebt, mit dem er sich selbst schafft und performed, sondern im Einklang mit seiner Natur leben können muss. Das all denen ins Stammbuch geschrieben, die Menschen ausbeuten, kontrollieren, messen, vergleichen, benutzen, das letzte aus ihnen herauspressen, bis diese wie ausgequetschte Zitronen im Abfall bzw in der Klinik landen. Gut gesprochen, muss ich als Protestant Beifall zollend anerkennen. (Auch wenn ich jetzt schon kommen sehe, wie viele katholische Mitgeschwister in den nächsten Wochen wahrscheinlich vor lauter Kraft nicht mehr laufen können :-). Jaja. Ihr habt einfach die bessere Show.